Roboter und Lasertechnik puschen Schuhherstellung

Desma weiht bei „Techniker-Tagen“ Präsentationszentrum ein

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Industrie 4.0 bei der Desma: Guido Heil zeigt hier im frisch geschaffenen „Showroom“ des Achimer Schuhmaschinen-Herstellers das Aufrauen von Lederoberteilen mit Hilfe von Lasertechnik.

Achim - Die Desma in Achim produziert inzwischen Maschinen, mit denen Schuhe innerhalb von zwei Stunden passgenau angefertigt werden können. Gestern bekamen rund 30 Vertreter von namhaften Kunden – von Adidas bis Uvex – im frisch eingeweihten „Showroom“ vorgeführt, wie das funktioniert.

Die „Techniker-Tage“ des Achimer Unternehmens boten dafür den passenden Rahmen. Praktiker von Schuhherstellern aus ganz Deutschland und halb Europa trafen sich an den beiden vergangenen Tagen bei der Desma zum Erfahrungsaustausch.

Die Veranstaltung begann nach Angaben von Yafang Li, die für das Marketing der Firma zuständig ist, am Dienstag mit einem geselligen Treffen im Bremer Weserstadion. Bei einer Führung konnten die Gäste hinter die Kulissen der Werder-Arena schauen, und dort wurde auch das Abendessen eingenommen.

Gestern weihte dann Klaus Freese, kaufmännischer Geschäftsführer der Desma, das neu geschaffene „Customer Service Center“ (CSC) samt dem Showroom im Beisein der zum Teil sogar aus Rumänien angereisten Techniker ein. Zusammen mit CSC-Leiter Jörg Zilz und Martin Orthey, für Schulung und Bemusterung verantwortlich, durchschnitt er feierlich die Absperrbänder.

Hier durchschneiden Desma-Geschäftsführer Klaus Freese (rechts), Jörg Zilz (Mitte), Leiter des „Customer Service Centers“, und Schulungsfachmann Martin Orthey die Absperrbänder für die neue Halle.

Die neuen Räumlichkeiten erlauben einen Blick auf „Industrie 4.0“, bei der unter dem Einsatz von Robotern Schuhe individuell angefertigt werden. „Wir wollen hier, in der ehemaligen Gießerei, unseren Kunden moderne Standardtechnik präsentieren“, erläuterte Freese.

Die anschließenden Workshops gaben den Teilnehmern tiefere Einblicke in die automatisierte industrielle Schuhfertigung. So zeigte zum Beispiel Guido Heil im Showroom das Aufrauen von Lederoberteilen mit Hilfe von Lasertechnik. An anderer Stelle bekamen die Gäste die Direktbesohlung von Schuhen mit Polyurethan und anderen Kunststoffen vor Augen geführt.

Die Desma ist gut im Geschäft. Klaus Freese, der das Unternehmen zusammen mit dem technischen Geschäftsführer Christian Decker leitet, berichtete von einer „hervorragenden Auftragslage“. Dank der weltweit boomenden Konjunktur „läuft es hier so gut wie seit vier Jahren nicht mehr“. Die 230 Beschäftigten, darunter erstmals 20 Leiharbeiter, seien mehr als ausgelastet. „Wir würden gerne noch neue Kräfte einstellen.“ mm

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