Achims Ratsvorsitzender Hans-Jürgen Wächter beim Bundespräsidenten zu Gast

„Sympathischer, warmherziger Mensch“

Beim Empfang des Bundespräsidenten in Schloss Bellevue in Berlin am 23. Mai, an dem 1949 das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet wurde, kam es zu einer kurzen Begegnung von Hans-Jürgen Wächter (links) und Joachim Gauck.

Achim - Große Ehre für Achims Ratsvorsitzenden Hans-Jürgen Wächter: Er gehörte am Montag in Berlin zu den geladenen Gästen von Bundespräsident Joachim Gauck. Am 23. Mai, dem Tag, an dem 1949 das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verkündet wurde, gibt das Staatsoberhaupt regelmäßig einen Empfang im Schloss Bellevue. Diesmal stand die Veranstaltung unter dem Thema „Gelebte Demokratie in den Kommunen“.

„Es war ein besonderer Tag für mich“, berichtet der seit vielen Jahren aktive Kommunalpolitiker aus Achim-Uphusen. Die kurze Begegnung mit Gauck hat den früheren Landrat beeindruckt: „Ein sehr sympathischer, warmherziger Mensch. Er hat die ganze Zeit gestrahlt.“

Die Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 ist zugleich die Geburtsstunde der Bundesrepublik. Die Verfassung garantiert die Grundrechte der Bevölkerung und ist somit Grundlage des Gemeinwesens in Deutschland.

Dem Empfang des Bundespräsidenten war ein Forum im Berliner Congress Center vorgeschaltet, bei dem die Rede von Joachim Gauck zum Tag des Grundgesetzes im Mittelpunkt stand. Dabei hob er nach Angaben von Wächter hervor, dass die Kommunen „die Werkstätten der Demokratie“ seien. Das Staatsoberhaupt habe insbesondere die von ehrenamtlichen Kräften in den Gemeinden, Städten und Landkreisen geleistete Arbeit sehr gelobt.

Gauck sprach laut Wächter aber auch von einem Unbehagen, das im Land zu spüren sei. Unterschiedliche Einschätzungen gingen quer durch Parteien, Familien und Freundschaften. Unter starkem Beifall habe der Präsident allerdings zugleich betont: „Den Grundvorrat an Vertrauen in unserer Demokratie lassen wir uns von niemandem nehmen.“

Auf Gauck wächst indes der Druck, bald über ein Wiederantreten für eine zweite Amtszeit zu entscheiden. „Dies war auch unter den Gästen zu spüren, der eine oder andere hatte vielleicht sogar gehofft, dass sich Gauck jetzt erklärt“, gibt Wächter seinen Eindruck wieder. Nach seiner Ansicht wäre eine zweite Amtszeit Gaucks gut für Deutschland.

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