Leuchtschild am Schützenhaus angeblich zu hell

Anonymer Brief: Streit ums Licht in Bierden

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Die neu installierte Leuchttafel am Bierdener Schützenhaus zieht den Unmut einiger Bürger auf sich.

Achim - Von Sandra Bischoff. Das Bierdener Schützenhaus ist zu hell. So empfinden es einige Bürger, die die dortige Beleuchtung in einem anonymen Schreiben an die Redaktion kritisieren. „Letztes Jahr wurde im Naturschutz ein Sommerfest veranstaltet – warum auch immer. Und dieses Jahr wird die Natur kaputt gestrahlt – wieso das jetzt?“ heißt es in dem Brief. „Was haben sich die Schützen (Schildbürger) nur dabei gedacht, so ein großes und strahlendes Werbeleuchtschild im Naturschutzgebiet aufzuhängen und dieses auszustrahlen?“ fragen sich die anonymen Schreiber. Genannte Bürger hätten „wieder einmal“ nicht an die Natur gedacht, heißt es in dem Brief weiter.

Die Schützen würden nach ihren Treffen wieder nach Hause fahren, und ihnen sei es egal, dass die Leuchtreklame „bis spät in die Nacht mit grellstem Licht scheint. Wem soll das den Weg weisen?“. Alles in allem nütze die „überdimensionale Leuchtreklame im Naturschutzgebiet“ niemandem.

Von schädlichen Einwirkungen der Beleuchtungsanlagen auf Tiere wie Vögel und Insekten schienen die Schützen nichts zu wissen, so die Verfasser. „Solche Lichtverhältnisse gehören zu schädlichen Umwelteinwirkungen, wenn sie so ausgeübt werden wie vom Schützenverein“, teilen die anonymen Schreiber mit und legen zur Bekräftigung ihrer Aussagen einen Auszug eines Gutachtens bei. Woher dies stammt, wer es in welchem Auftrag verfasst hat, das erwähnen die Schreiber nicht.

Den Vorsitzenden des Bierdener Schützenvereins, Jürgen Früchtenicht, ärgert dieses Verhalten. „Wenn jemand etwas zu beanstanden hat, dann soll er uns direkt ansprechen“, sagt er. So wie es ein Anwohner vergangene Woche Mittwoch beim Übungsabend der Jugendlichen getan habe. Er habe das Licht ebenfalls als zu hell kritisiert. „Wir haben das Schild daraufhin vorübergehend ausgeschaltet“, sagt der Vorsitzende. Seit Montag leuchtet es wieder zweimal die Woche an den Übungsabenden vom Einbruch der Dunkelheit an bis 22 Uhr. Ein Haus sei direkt betroffen, sagt Früchtenicht, dort strahle der Lichtschein direkt ins Wohnzimmer, „ansonsten wird nur die Straße beleuchtet, es scheint auch nichts ins Naturschutzgebiet“.

Ungefähr seit vier Wochen hänge das Schild am Schützenhaus, erklärt er. Der Verein habe es installiert, um das Haus inklusive Eingang besser zu beleuchten. „Ein bisschen Licht braucht man schließlich, um ins Heim zu kommen.“ Außerdem weise das Schild ortsfremden Schützen, die zu Wettbewerben kämen, den Weg.

Vorerst soll es bei der Beleuchtung mittwochs und freitags bleiben, sagt Früchtenicht. Für den Winter, wenn die Dunkelheit früher einsetzt, müsse man eine Lösung finden und eventuell versuchen, das Licht ein bisschen zu dimmen.

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