Stadt und Bodeneigentümer prüfen Chancen auf

Lieken: Für Straßen muss die Industriebrache verschwinden

Vor dem Neuaufbau steht der Abriss, eine gewaltige Aufgabe. - Foto: Brodt

Achim - Nachdem die rot-grüne Ratsmehrheit und die Stadtverwaltung die Einkaufszentrumspläne der Grundstückseigentümer des Lieken-Areals ablehnen, wird Achim die ehemalige Brotfabrik im siebten Jahr weiter als „Industriemuseum“ behalten. Auch wenn die Positionen der zu 30 Millionen Euro bereiten Investoren Will und Skrabs (W&S) sowie der Stadt nach wie vor unvereinbar sind, ist es nicht so, dass gar nichts geschieht.

Beide Seiten haben nach dem jüngsten Ratsbeschluss gegen größere Geschäfte sich noch einmal zusammengesetzt und wollen die übrig gebliebenen Optionen prüfen.

Unstrittig ist, dass auf einem größeren Teil der 30.000 Quadratmeter großen Fläche Wohnungen gebaut werden können. Die sind allerdings nur möglich, wenn große Bauten an der Eisenbahnstrecke Bremen-Hannover wie eine Lärmschutzwand wirken. Während Will und Skrabs das mit ihrem Einkaufszentrum schaffen wollten, sieht der Plan der Stadt ein Parkhaus und hohe Bürogebäude vor. Wer das Parkhaus bauen und sein hohes jährliches Defizit tragen soll, ist allerdings völlig offen.

Umstritten ist auch, ob nennenswerter Bedarf für Büroflächen in Achim überhaupt besteht. Das will die Stadtverwaltung nun näher erkunden. Peter Skrabs macht uns gegenüber deutlich, dass man dann schon Mieter haben müsse, die sich für 15 Jahre festlegen. Sonst sei der Bau der Bürohäuser hochriskant.

Alle Pläne hängen vor allem auch von der Erschließung des Gebietes durch neue Straßen ab. Den Straßenbau will die Stadt Achim forcieren. Er wird aber nur möglich sein, wenn die Stadt über die entsprechenden Grundstücksflächen verfügt und wenn diese von der riesigen Brotfabrik freigeräumt sind.

So werden ab dieser Woche Gutachter das Gelände und das Industriegebäude näher unter die Lupe nehmen und dann schätzen, was der Abriss der Lieken-Brotfabrik inklusive aller Entsorgungen kosten würde.

Es dürfte sich um eine enorme Summe handeln, über deren Aufteilung die Stadt und W&S dann noch verhandeln müssten.

Wahrscheinlich werden dafür auch etliche der 4,5 Millionen Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm in Anspruch genommen werden können, die dann aber schnell aufgebraucht sein könnten.

Während sich nördlich der Bahn so keine schnellen Lösungen abzeichnen, richtet die Stadtverwaltung nach Aussage von Planungschefin Dr. Monika Nadrowska nun auch ihr Augenmerk auf den Bereich südlich der Bahnstrecke mit Bahnhof und der Straße Zum Achimer Bahnhof, der bei den bisherigen Planungen völlig vernachlässigt worden ist.  

mb

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