Achimer Austauschschülerin erlebt Erdbeben in Ecuador

„Es stinkt nach Verwesung“

Emily Schimanski.

Achim/ Ecuador - Die 17-jährige Emily Schimanski aus Achim absolviert zur Zeit über Rotary International ein Auslandsjahr in Ecuador und hat nach acht Monaten hier eine „zweite Heimat“ gefunden, wie sie schreibt. Strände, extreme Hitze, Bananen- und Kakaoanbau, Regenwald, den höchsten Vulkan der Erde, Kleinkriminalität und viele äußerst herzliche Menschen schildert sie. Und dann das Erdbeben in der Nacht zum 17. April mit der Stärke 7,8.

Hochhäuser fallen zusammen wie Kartons. 1000 Gebäude sind komplett zerstört.

Sie schreibt uns: „Das Beben traf vor allem die Provinz Manabí, an der nördlicheren Küste. Mehr als 23 500 Menschen wurden inzwischen in Notunterkünften untergebracht, circa 7000 Menschen wurden verletzt. Es gibt mehr als 570 Todesopfer. Ich habe das Erdbeben selbst im Süden des Landes noch sehr stark gespürt. Mir und meiner Familie geht es gut, unsere Stadt ist unversehrt. Jedoch herrscht in den betroffenen Städten Notzustand. Ecuador war auf so ein Naturereignis nicht vorbereitet. 1000 Gebäude sind komplett zerstört. Städte liegen in Schutt und Asche. Da ich dort auch Austauschschüler kenne, weiß ich von dem Mangel an Trinkwasser, Nahrung und Medikamenten. Es sind an der Küste um die 30 Grad und es gibt kein Wasser.“ Mittlerweile habe es mehr als 150 Nachbeben gegeben. Täglich würden weitere Körper geborgen. Unter den Toten ist auch eine Austauschschülerin einer anderen Organisation. Die Achimerin: „Die Epidemien und Seuchen fangen an sich auszubreiten. Man weiß nicht wohin mit den ganzen Leichen. Es stinkt nach Verwesung.“

Dazu komme der Stromausfall in vielen Bereichen der Städte. Die Essenversorgung werde durch Spenden wie Lebensmittel (Wasser, Reis), Matratzen, Schuhe und alte Kleidung aus vielen Städten Ecuadors verbessert. Die Austauschschüler helfen natürlich auch, so gut es geht. Dabei sortieren sie die gespendete Nahrung oder Kleidung und machen sie fertig zum Verschicken in die Krisengebiete. Trotzdem reicht es nicht aus. Emily Schimansky: „Wir brauchen Eure Hilfe! Menschen leben auf den Straßen. Menschen, die innerhalb von zwei Minuten all ihr Hab und Gut verloren haben. Menschen, deren Familie und Freunde verunglückt sind. Weiterhin wird nach 163 Vermissten gesucht. Bitte helft Ecuador! Wir brauchen Euch! Bitte spendet, jeder Euro zählt!“ appelliert sie.

Gespendet werden kann an: Rotary Achim Stadttombola, Konto: DE 1329 1526 7000 2008 8290, Kreissparkasse Verden, Stichwort: Ecuador, Spendenbescheinigungen können auf Wunsch ausgestellt werden.

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