Steinweg-Ausbau: Anwohner weiter in Alarmstimmung / Gutachten entscheidend

Bitte um erträgliche Beiträge

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Als große Straßenbaumaßnahme der Stadt Achim ist nach bisheriger grober Zeitplanung die Erneuerung des schadhaften Bierdener Steinwegs im kommenden Jahr vorgesehen.

Achim - Alteingesessene Rentner auf der einen Seite des Bierdener Steinwegs hätten ebenso wie „Neubauer“ auf der anderen Seite Befürchtungen, die für den geplanten Ausbau dieser Straße fälligen Anliegerbeiträge nicht bewältigen zu können und sich verschulden zu müssen.

Das machte Ralf Pestrup im Namen weiterer dortiger Neubürger in der Einwohnerfragestunde des Bauunterhaltungsausschusses deutlich. Er bat um „erträglichere Beiträge“.

Der Steinweg soll im langen Abschnitt zwischen den Einmündungen Heidacker und Auf dem Brink erneuert werden.

Ganz ohne finanzielle Beteiligung von Anwohnern auch der angrenzenden Stichstaßen des Wohngebiets Kämpe gehe das nicht, machte Steffen Zorn von der Grundstücks- und Gebäudeverwaltungsabteilung der Achimer Verwaltung zwar deutlich.

Die Stadt sei sich jedoch bewusst, dass sie selber einen Löwenanteil beisteuern müsse. Sie könne aber „nicht alles schultern“. Über die genaue prozentuale Verteilung wollte sich Zorn noch nicht äußern. Dabei gebe es einen Spielraum zwischen 40 und 55 Prozent.

Es hänge davon ab, wie die Bedeutung der Straße als Verkehrsverbindung auch zu öffentlichen Einrichtungen wie Kita, Grundschule und Gemeindehaus sowie die „verkehrstechnische Sammelfunktion“ des Steinwegs eingestuft werde. Ein externes Gutachten dazu sei in Arbeit. Erst wenn Ergebnisse vorliegen, könnten auch genauere Zahlen zur Höhe der jeweiligen Anwohnerbeteiligung ermittelt werden.

Nach der grundsätzlichen Entscheidung für den „Straßenersatzneubau“ Steinweg werde auf jeden Fall eine umfassende Anwohnerbeteiligung eingeleitet, um Ausbauabschnitt, Umfang des Projekts und die Kostenverteilung auf Grundlage des Abgabengesetzes weiter festzulegen.

Im Stadthaushalt 2016 stehen 40 000 Euro für Untersuchungs- und Planungskosten bereit. Der Steinwegausbau selbst wird mit vorläufig 370 000 Euro kalkuliert, wobei 160 000 Euro aus Anliegerbeiträgen erwartet werden.

Grundsätzlich hält die Stadt den Neuausbau für unverzichtbar, um ihrer Straßenverkehr-Sicherungspflicht nachzukommen. Stellenweise Ausbessern mache angesichts der Schäden keinen Sinn mehr. So wies Zorn noch einmal darauf hin, dass im Steinweg-Bereich bei der Grundschule einst nur Betonplatten auf Sand gebettet und später mit Asphalt überzogen worden seien.

Das entspreche in keiner Weise mehr heutigen Straßenaufbau-Anforderungen und führe natürlich zu ständigen Schadstellen.

la

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