1318 Bilddateien entdeckt

41-Jähriger bestreitet Vorwürfe: „Stehe nicht auf Kinderpornografie“

Achim - Insgesamt 1318 Bilddateien mit kinderpornografischen und 563 mit jugendpornografischen Motiven hatte die Polizei bei einer Durchsuchung auf zwei Smartphones und dem Computer eines 41-Jährigen gefunden. Der in der Samtgemeinde Thedinghausen wohnende Mann war jetzt vor dem Amtsgericht Achim angeklagt. Er bestritt alle Vorwürfe.

Die Aufnahmen seien ihm unaufgefordert neben „harmlosen Pornos mit Männern und Frauen“ aus einem Fernseh-Chatforum zugeschickt worden. „Ich stehe überhaupt nicht auf Kinderpornografie“, beteuerte er und gab an, selber als Kind missbraucht worden zu sein. Die zugesandten Aufnahmen habe er sofort wieder gelöscht.

Erst nachträglich habe die Polizei diese Dateien wiederherstellen lassen. Einmal habe er allerdings einen Riesenfehler gemacht und ein Bild vom Handy auf seinen PC weitergeleitet.

Richter Andreas Minge hielt dem Angeklagten vor, dass dieser laut Polizeiermittlungen auch selbst bei Chats Kinderporno-Aufnahmen angeboten habe, um womöglich die anderen zu ermuntern, ihm ebenfalls Fotos zukommen zu lassen.

„Warum haben Sie die ganze Sache nicht sofort gestoppt und die Chatgruppe verlassen, als erste Aufnahmen mit Kindern eintrafen?“, hielt der Richter dem 41-Jährigen vor und wies darauf hin, dass bereits das Herunterladen entsprechenden Bildmaterials eine strafbare Handlung sei.

Unter Jugendpornografie fallen eindeutige Aufnahmen von Mädchen und Jungen im Alter zwischen 14 bis unter 18 Jahren. Als Kinderpornografie gelten Filme und Fotos, in und auf denen noch jüngere Mädchen und Jungen als Sexualobjekte vorkommen.

Auch nachdem ein Ermittler der Achimer Kriminalpolizei als Zeuge vor Gericht ausgesagt hatte, war nicht klar, ob die bei der Razzia aufgespürten Dateien tatsächlich gelöscht waren und erst wiederhergestellt werden mussten und ob gleiche Bilder vielleicht mehrfach vorkamen und kopiert wurden - was auf eine gezielte Suche hindeuten würde.

Um dazu noch einen Spezialisten der Kripo Verden zu hören, wo es eine eigene Ermittlungsgruppe für den Bereich Kinderpornografie gibt, unterbrach der Richter die Verhandlung bis zum 18. Februar. Sie wird dann um 9 Uhr fortgesetzt. 

la

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