Ratsbeschluss soll geändert werden

Stadtwald Achim wird keine Naturoase

Achim - Ein Kahlschlag wie im Februar 2016 soll sich im Achimer Stadtwald nicht wiederholen. Aber die „grüne Lunge“ ungestört der Natur zu überlassen, wie vom Stadtrat im Juni vorigen Jahres beschlossen, geht auch nicht.

Nach dem niedersächsischen Waldgesetz muss unter anderem die Sicherheit der Besucher gewährleistet sein. Und deshalb hat der Ratsausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr in seiner jüngsten Sitzung empfohlen, den Ratsbeschluss aufzuheben.

Nur Vorsitzender Werner Meinken (SPD) und Christine Vornholt (Grüne) stimmten dagegen. Alle anderen im Ausschuss waren dafür, wie von der Stadtverwaltung mit Blick auf die Gesetzeslage vorgeschlagen, den damals einhellig getroffenen Ratsbeschluss zu „modifizieren“.

Es muss nun ein neues Entwicklungs- und Nutzungskonzept für den Stadtwald erstellt werden. Dazu will die Verwaltung zwei Angebote von externen Experten einholen.

„Ein Gut, das Sie pflegen und entwickeln sollten“

Achims Rechtsrätin Thea Mühe wies auf die Verkehrssicherungspflicht der Stadt für die Wanderwege im Waldgebiet hin. Wenn Bäume, Äste oder Sträucher jedoch an Privatgrundstücke grenzten und diese beeinträchtigten, sei aber auch das Nachbarschaftsrecht zu beachten.

Michael Müller von den Niedersächsischen Landesforsten gab den Kommunalpolitikern zu bedenken, dass Naturwald nicht gerade mitten in eine Stadt gehöre. Es sei eher „ein Gut, das Sie pflegen und entwickeln sollten“.

Petra Geisler (SPD) lehnte eine wirtschaftliche Nutzung des Areals rundweg ab. „Die Achimer wollen den Wald zu 100 Prozent für Erholungszwecke haben“, sagte die Ratsfrau und forderte, den Beschlussvorschlag der Verwaltung zu ändern. Was nicht nur bei Larne Sprenger (CDU) Widerspruch hervorrief. Rechtsrätin Mühe erinnerte daran, dass das niedersächsische Waldgesetz einen Dreiklang aus Erholungs-, Schutz- und Nutzungsfunktion vorschreibe.

Jasmin Albertus von der Verwaltung versicherte, dass sie bei den im kommenden Winter anstehenden Fällaktionen „ein genaues Auge drauf“ haben werde. „25 abgestorbene Bäume“ sollen beseitigt werden. - mm

Rubriklistenbild: © dpa

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