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Stadtmodell aus Bronze mit 60 Plastiken

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Von: Michael Mix

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Ein Stadtmodell soll auf dem Baumplatz die Gebietsreform vor 50 Jahren beleuchten, sagen Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Erster Stadtrat Daniel Moos.
Ein Stadtmodell soll auf dem Baumplatz die Gebietsreform vor 50 Jahren beleuchten, sagen Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Erster Stadtrat Daniel Moos. © mix

Achim – Ein Stadtmodell aus Bronze soll noch in diesem Jahr und dauerhaft die Fußgängerzone schmücken. Diese „nachhaltige Alternative“ zur Ausstellung „Alltagsmenschen“ habe der am vorigen Donnerstag wie immer nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss (VA) gefunden, teilte Bürgermeister Rainer Ditzfeld am Montag bei einem Pressegespräch im Rathaus mit.

Wie berichtet, hatte die Politik den Vorschlag der Verwaltung abgelehnt, die Kunstschau für 90 000 Euro zwei Monate in der Achimer City zu zeigen, auch wenn 90 Prozent der Kosten über das Landesprogramm „Perspektive Innenstadt“ finanziert worden wären, die Stadt selbst also nur einen Eigenanteil von 9 000 Euro zu tragen gehabt hätte. Nun soll dieses Geld für das etwa 2,50 mal 1,50 Meter große Modell ausgegeben werden, für das laut Ditzfeld ein Standort nahe dem Hungerbrunnen am Amtsgericht vorgesehen ist.

Mit der neuen Attraktion, die ein Künstler oder eine Künstlerin schaffen solle, wolle die Stadt auch an das 50. Jubiläum der Gebietsreform am 1. Juli erinnern, zu dem an dem Tag um 17 Uhr ein Festakt im Gasthof Zur Linde steigen soll. Im Sommer 1972 wuchs Achim nach langem Hin und Her um die benachbarten Dörfer Baden, Bierden, Uesen, Uphusen, Embsen und Bollen; Borstel war bereits in den 20er-Jahren eingemeindet worden. Die „große Stadt Achim“ besteht also nun bereits seit einem halben Jahrhundert, was auch im öffentlichen Raum gewürdigt werden soll.

„Das Stadtmodell wird die Topografie darstellen, in die 60 in Bronze gegossene Plastiken eingearbeitet werden, die Motive aus ganz Achim zeigen“, erläuterte der Bürgermeister. Das Rathaus, die Windmühle und andere Sehenswürdigkeiten der Kernstadt, aber auch markante Gebäude aus den Ortsteilen sollen damit in Miniatur an zentraler Stelle zur Geltung kommen. Aber welche genau?

Vertreter aus der Politik, von Vereinen, Verbänden und Organisationen ruft die Stadt, wie Ditzfeld weiter informierte, dazu auf, dafür Vorschläge zu unterbreiten. „Private und gewerbliche Gebäude sind allerdings ausgeschlossen.“ Am Ende sollen die Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen, welche 60 „Highlights“ bronzewürdig sind. Idee ist Ditzfeld zufolge auch, daneben Stelen zu platzieren, auf denen die Geschichte der einst selbstständigen Gemeinden beleuchtet wird. Geplant sei außerdem, das Areal am Rand des Baumplatzes noch mit Sitzmöbeln aufzuwerten. „Und am ersten September-Wochenende soll das Modell dann feierlich enthüllt werden.“

Der VA hat nach Angaben von Ditzfeld auch entschieden, mit Hilfe von Mitteln aus dem Landesprogramm ein „Food- und Kulturfestival“ auf die Beine zu stellen. Die Verwaltung hatte angeregt, 60 000 Euro in die Neuauflage des Foodfestivals zu stecken. Nach dem Willen der Politik sollen kulturschaffende Institutionen in Achim wie das Kasch und der Kunstverein sich in das Programm „mit viel Musik“ einbringen.

Offen ist nach den Worten des Bürgermeisters noch, ob das Festival „in kleinerer Form“ am 24. und 25. September in der Innenstadt stattfindet ober ob es im kommenden Jahr größer aufgezogen werden soll. „Das hängt davon ab, ob das Landesprogramm über das bisher vorgesehene Ablaufdatum am 31. März 2023 hinaus verlängert wird.“

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