Ditzfeld: „Einfach stark, alles richtig gemacht!“

Stadtfest Achim übertrifft alle Erwartungen

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Wahre Massen zog das Achimer Stadtfest in die Innenstadt – besonders am Samstag zum Konzert der Gute-Laune-Combo „Torfrock“, die mit „Volle Granate, Renate“ und „Beinhart“ einige Hits im Gepäck hatten. - Foto:

Achim - Von Ingo Schmidt. Volksfest-Atmosphäre und gute Laune in der gesamten Achimer City: Veranstalter, Stadtfestbesucher, Schausteller und Geschäftsinhaber waren bereits vom Freitag begeistert, aber der Sonnabend übertraf ihre kühnsten Wünsche.

„Das ist einfach großartig, dass sich alles tatsächlich so ergeben hat, wie wir uns das vorgestellt haben“, freut sich ein zufriedener und sichtlich erschöpfter Organisator Kevin Marks. Gemeinsam mit Ulrik Borcherdt hat der Veranstaltungstechniker den Achimern ein Stadtfest präsentiert, das der Größe der Stadt und ihrem Anspruch gerecht wird.

Innenstadt leert sich am Freitag erst nach Mitternacht

„Wir erleben überall eine friedliche und ausgelassene Stimmung“, beschreibt Chris Normen Schumacher vom Unterstützer-Team die fantastische Atmosphäre. „Alles richtig gemacht“, erklärt Bürgermeister Rainer Ditzfeld beim Anblick der Besuchermassen vom Rathaus-Balkon hinunter. „Wenn Veranstalter, Sponsoren, Verwaltung und Unternehmergemeinschaft an einem Strang ziehen, kann so etwas Großartiges entstehen.“

Die Achimer Band „The Secnd“ verabschiedete sich konzertant von ihrem Publikum.

Nachdem schon am Freitag bis etwa ein Uhr ausgelassen gefeiert wurde, füllte sich am Sonnabend erneut ab elf Uhr der Innenstadtbereich – Neugierige Schaulustige und Familien schlenderten entlang der Festmeile, bestaunten Vorführungen und lauschten dem Bühnenprogramm, während sich die Kinder in den Fahrgeschäften amüsierten.

Foodtruck zieht viele Blicke auf sich

„Wir sehen schon jetzt mehr Betrieb als in den Jahren davor“, bemerkt Dennis Albrecht. Der Cheftrainer der Karateschule Kumadera hat schon viele Stadtfeste miterlebt und ist von der Vielzahl der Attraktionen begeistert. „Das neue Konzept zieht richtig viele Leute an, das haben wir schon am Freitag festgestellt.“

Da war kaum mehr ein Durchkommen: Blick von der Bühne zur Bestzeit.

Für den „Kleinen Hunger“ standen zahlreiche Buden mit bunten Variationen bereit. Allen voran der auffällige Foodtruck, den Jens-Uwe Buse unter weiteren Angeboten vor seinem Bekleidungsgeschäft positionieren konnte. Dort reichte Fernsehkoch Sebastian Lege mit alten Weggefährten Premium-Burger über die Theke. „Wir kennen uns noch von der Ausbildung in Verden“, schwelgt der Achimer in vergangenen Zeiten. „Ich war der Tablett-Igel und Lutz Spendig der Pfannenkrüppel.“

Abschlusskonzert von „The Secnd“

Direkt daneben betreibt Oliver Benkel einen Getränkestand und präsentiert sein eigenes Modelabel. „Erstmals ist dieser Teil der Fußgängerzone durch eine geschlossene Besucher-Meile erschlossen“, stellt der ehemalige Gastronom erfreut fest. „Das gab es so auch noch nicht.“

Richtig voll wurde es aber am Abend mit den beiden Zugpferden „The Secnd“ und „Torfrock“. Die jungen Achimer, die einst als Schülerband gestartet waren und anschließend die Welt bereisten, gaben auf der Stadtfestbühne ihr Abschiedskonzert. Anschließend schmetterten die Bagaluten von Torfrock ihre Torfmoorholmer Kracher in die Menge. „Wir haben nicht lange überlegt“, erklären die Botschafter der guten Laune, „wenn wir gebucht werden und die Rahmenbedingungen stimmen, kommen wir natürlich.“ Mit ihrem bunten Strauß norddeutscher Volksmusik aller Zeitepochen brachten sie Jung und Alt gleichermaßen zum Wackeln mit Hits wie „Im Dezibel“, „Die Butterfahrt“ oder „Volle Granate, Renate“. Wer es rockiger und lauter mochte, fand passende Unterhaltung vor der „Katakomben-Bühne“ beim Gieschen-Kreisel.

Gute Laune auch im Fahrgeschäft „Hip-Hop Dancer“.

Auf dem Weg dorthin mussten Stadtfestbesucher viel Zeit einkalkulieren, denn auch dieser Bereich war außerordentlich gut besucht und ein oder mehrere Schwätzchen mit Bekannten fand unausweichlich statt: „Es sind alle hier, die ich kenne“, bemerkt Peter Kolonko aus Baden, „das habe ich in 50 Jahren noch nicht erlebt.“

Auch am Sonntag gab es kein Halten

Am Sonntag, bei noch besserem Wetter, drängten am Morgen viele auswärtige Gäste in die Achimer City, die auf dem großen Flohmarkt auf Schnäppchenjagd gingen. Dieser erstreckte sich vom Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) über den gesamten Baumparkplatz bis hin zur „Alten Feuerwache“.

Von den Bühnen am Rathaus und am Kreisel tönte bereits wieder am späten Morgen Live-Musik und zwischen den geöffneten Stadtfestbuden regte sich erneut reges Besuchertreiben. Um 13 Uhr öffneten schließlich auch die Innenstadtgeschäfte Tür und Tor zum verkaufsoffenen Sonntag und Vereine und Fitness-Studios lockten effektreich mit Show-Programm.

Die Mini-Cheertastics des TV Baden eröffneten schwungvoll das Stadtfest.

Das Urteil über dieses Stadtfest fällt allerseits positiv aus und Wünsche für die Zukunft klingen einhellig: „Hoffentlich können wir so etwas wieder erleben.“

Stadtfest in Achim mit Headliner Torfrock

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