Bürger Planungen beteiligen

Stadt will den Spaßfaktor im Freibad erhöhen

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Steffen Zorn und Kirsten Jäger gaben am Ort der Umgestaltung Einblick in die aktuellen Pläne für das Freibad. Für weitere Details laden Zorn, Leiter der Grundstücks- und Gebäudeverwaltung Achim, und Jäger, Mitarbeiterin im Fachbereich Wirtschaft der Achimer Stadtverwaltung, die Bürger für Freitag, 18. Oktober ins Rathaus ein.

Achim - Das Achimer Freibad soll neu gestaltet werden – das ist kein Geheimnis, spätestens seit dem Ratsbeschluss zur Verkleinerung des Schwimmerbeckens von 50 auf 25 Meter. Nun möchte die Stadt Achim die Bürger an den weiteren Planungen teilhaben lassen. Die Stadtverwaltung lädt daher zu einer Veranstaltung am Dienstag, 18.10.2016, im Ratssaal ein, bei der die Öffentlichkeit „zum Umbau und zur Attraktivierung“ des Freibads informiert werden soll. Um deutlich zu machen, dass ein Dialog mit den Bürgern gewünscht wird, läuft der Informationsabend unter dem Titel „Planungsfeedback“.

Hintergrund: Nach vielen Diskussionen hatte sich der Rat der Stadt Achim schließlich für den Erhalt des Freibads ausgesprochen, das an vielen Stellen einen Sanierungsstau aufweist. „Das Bad ist 50 Jahre alt und genauso sieht es leider aus“, stellte Steffen Zorn, Leiter der Grundstücks- und Gebäudeverwaltung Achim beim Pressetermin fest.

Statt eines Kombibeckens, also der Zusammenlegung des Schwimmer- und Nichtschwimmerbereichs, sollen beide Becken in ähnlicher Form erhalten bleiben. Dabei ist eine Verkleinerung der Schwimmbahnen von 50 auf 25 Meter vorgesehen.

Entwürfe liegen vor

Zusätzlich geplant sind zwei Neubauten: Auf der Liegefläche zwischen den beiden Becken, wo sich zurzeit Spielgeräte befinden, sollen ein Planschbecken und eine Spray-Ground-Anlage entstehen. Zudem sei es denkbar, im Nichtschwimmerbereich eine Rutsche oder eine Massage-Dusche einzurichten. Verschiedene Entwürfe liegen dazu vor – von der gewundenen bis hin zur offenen, breiten Form. Nicht um Grundsatzfragen, wie das Pro und Contra zur Verkleinerung des Schwimmerbeckens, sondern um Fragen der genauen Ausgestaltung soll es bei der Info-Veranstaltung gehen.

„Das Bad soll familienfreundlicher werden“, erklärt Kirsten Jäger. Seit dem Rückbau des Planschbeckens gibt es etwa kein Angebot für Babys mehr im Bad. Die Altersgruppe der Jugendlichen soll die Spray-Ground-Anlage ansprechen, in der aus unterschiedlichen Vorrichtungen Wasserfontänen hervorspritzen sollen.

Außerdem sollen die bisher getrennten Abschnitte Kassenhäuschen, Duschen, Umkleiden und Kiosk zu einem gemeinsamen Komplex zusammengefasst werden.

Als Gesamtkosten für die Neugestaltung sind 4,1 Millionen Euro veranschlagt.

Auch ein grober Zeitplan steht bereits fest: Ausschreibungen für Baufirmen sollen bereits im Februar 2017 erfolgen. 2017/18 soll das Vorhaben umgesetzt werden. 

2020 soll Umbau komplett sein

Dabei wird man sich im ersten Bauabschnitt der Beckenanlagen annehmen. Die Freibadsaison 2017 werde davon nicht beeinträchtigt, im Sommer 2018 müssten sich die Badegäste aber wohl oder übel auf eine Schließung des Freibads einstellen. Den Ausfall will die Stadt mit einer vorübergehenden Öffnung des Hallenbads im Sommer auffangen. „Derzeit entwickeln wir ein neues Bäderkonzept, da wird das noch genauer definiert“, so Jäger. 2019 soll der erste Bauabaschnitt fertig sein, so dass im Sommer auch wieder die Freiluft-Badesaison ungestört laufen kann.

Derweil sollen die Planungen für den zweiten Bauabschnitt vorangetrieben werden. Die Maßnahme sieht vor, ein neues Foyer mit Eingangsbereich, Duschen, Kiosk und Umkleiden zu schaffen. Dafür soll zunächst der jetzige Kassenbereich abgerissen werden. „2020 wollen wir den Umbau komplett beendet haben“, kündigt Steffen Zorn an.

Die Stadt erhofft sich durch die Maßnahme eine deutliche Attraktivitätssteigerung: „Das wird ein Freibad, was so im Umkreis sonst nicht vorhanden ist“, so Zorn.

Allen voran sind dafür nun erstmal die Achimer gefragt, die am 18. Oktober ihre Ideen und Kritikpunkte äußern können. Die wird die Stadtverwaltung zunächst mithilfe von Flipcharts sammeln und zur Diskussion stellen. Zorn: „Wir möchten die Nutzer an einen Tisch bringen.“ Auch zwei bis drei Monate nach der Versammlung können noch Präferenzen und Bedenken geäußert werden. 

ldu

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