Schul- und Kita-Vorhaben wirken sich aus 

Stadt verkauft ihre Gebäude – trotzdem werden es mehr

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Das ehemalige Postgebäude am Achimer Bahnhof soll in die Planung des gesamten Bereichs „nördliche Innenstadt“ mit dem Lieken-Gelände einbezogen werden. Die Stadt will das Areal daher erwerben und an einen Investor möglichst bald weiterveräußern. Voraussichtlich stehen die Zeichen dann auf Abriss. 

Achim - Obwohl die Stadt Achim sich 2017 erfolgreich etwa um den Verkauf des ehemaligen Feuerwehrhauses in Bierden und des Wohnhauses Obernstraße 13 bemühte, wird insgesamt die Zahl der Immobilien in Stadtbesitz weiter steigen – statt wie eigentlich gewünscht abgebaut.

Grund: die zusätzlichen Bauvorhaben im Schul- und Kindertagesstättenbereich. Damit verbunden sind wachsende Folgekosten nicht nur wegen des pädagogischen Personals. Es müssen auch neue Kräfte im Bauhof, für den Hausmeisterdienst, zur Innenreinigung und für Verwaltungsarbeiten eingestellt werden.

Auf all diese Anforderungen weist die Bau- und Gebäudeserviceabteilung der Verwaltung in einer aktualisierten Darstellung zum Gebäudebestand sowie zu den geplanten Maßnahmen und ihren Auswirkungen auf den Gesamthaushalt hin.

Hinzuerwerben möchte die Stadt über den Sanierungsträger DSK das ehemalige Postgebäude an der Straße Zum Achimer Bahnhof. Die Verhandlungen seien schon weit fortgeschritten, deutete Steffen Zorn, Chef der Bau- und Planungsabteilung im Rathaus, auf Nachfrage an. Das Gebäude samt Grundstück werden bei der Planung des gesamten Bereichs „Nördliche Innenstadt“ einbezogen. Die Stadt möchte das Areal nach dem Kauf möglichst umgehend an einen Investor weiterveräußern.

Die konkreten Planungen für die nördliche Innenstadt auf dieser Seite der Bahnlinie gegenüber dem Lieken-Gelände stünden noch am Anfang. Es sei aber gut vorstellbar, dass das Grundstück nach dem Weiterverkauf „erst mal freigeräumt wird“, so Zorn.

Das hieße Abriss und Neunutzung für Wohnbauten. Aber vielleicht entwickle noch jemand eine besondere Idee zur weiteren Verwendung des rotgeklinkerten Hauses.

Neubau Holzbaden als vordringlich eingestuft

Von 2012 bis 2017 stieg der städtische Gebäudebestand um rund 15 Prozent, 2017 um weitere 10 Prozent, und in den Jahren 2018 bis 2024 sei mit Zuwächsen um die 18 Prozent zu rechnen, wird in dem Verwaltungspapier der Trend umrissen.

Die Abteilung Liegenschaftsmanagement im Rathaus schlägt auch vor, nach der Kindertagesstättenerweiterung an der Uesener Heinrich-Laakmann-Straße 10 den Neubau der Kindertagesstätte an der Straße Holzbaden vorzuziehen. Dieses Projekt solle noch vor dem Erweiterungsbau für den Ganztagsschulbetrieb am Standort bei der Grundschule und Kindertagesstätte am Bierdener Steinweg realisiert werden.

Durch den Neubau in Holzbaden wären zu erwartende räumliche Engpässe in der Badener Grundschule besser zu kompensieren, und insgesamt ließe sich schneller als bisher geplant der Bedarf nach weiteren Kita-Kapazitäten erfüllen, argumentiert die Verwaltung.

Die aktuelle Mitteilungsvorlage zum städtischen Gebäudebestand und seiner Entwicklung ist auch Thema der Sitzung des Ausschusses für Bauunterhaltung am Montag, 5. Februar, ab 17 Uhr im Ratssaal. 

 la

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