25 841 Achimer bestimmen am 12. September Bürgermeister, Stadtrat und Kreistag

Stadt stellt sich vorsichtshalber auf komplette Briefwahl ein

Claudia von Kiedrowski,  Ordnungsamtsleiterin,  mit Stimmzetteln
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Mitten in den Vorbereitungen für die beiden Wahlen im September stehen Ordnungsamtsleiterin Claudia von Kiedrowski und ihr Team. Zur Veranschaulichung zeigt sie den Stimmzettel der vergangenen Bürgermeisterwahl.

Achim – Bis September ist es zwar noch etliche Wochen hin, aber dennoch haben Claudia von Kiedrowski und ihr Team schon jetzt alle Hände voll zu tun, um die Kommunal- und die Bundestagswahl vorzubereiten. Insgesamt 320 ehrenamtliche Wahlhelfer sowie rund 70 Mitarbeiter der Stadtverwaltung für die Auszählung der Briefwahlunterlagen und dazu noch 40 Stadtangestellte für die Präsentation der Wahlergebnisse, die Annahme der Wahlunterlagen und mehr werden bei der Kommunalwahl benötigt, zählt die Leiterin der Abteilung Sicherheit und Ordnung im Rathaus auf.

Zumindest was die Stimmzettel angehe „bereiten wir eine 100-prozentige Briefwahl vor, weil wir nicht vorhersehen können, ob die Corona-Verordnung den Bürgern im September erlaubt, die Wahllokale aufzusuchen“, sagt Claudia von Kiedrowski. Zum jetzigen Zeitpunkt geht sie aber davon aus, dass die Wahllokale sowohl zur Kommunalwahl am 12. September als auch zur Bundestagswahl zwei Wochen später öffnen dürfen.

Falls es doch anders kommen sollte, habe die Stadt bei der Druckerei zur Sicherheit nur Briefwahlunterlagen geordert. Die bestünden aus zwei Briefumschlägen und den Stimmzetteln. Diese unterscheiden sich nur dadurch von den im Wahllokal ausgehändigten, dass sie bereits gefalzt sind, erläutert die Leiterin des Ordnungsamts. Die frühe Bestellung sei notwendig gewesen, weil die Druckerei zum Beispiel das rosafarbene Papier für die Bürgermeisterwahl ebenfalls erst ordern musste. Die Stimmzettel, die nicht für die Briefwahl benötigt werden, kommen in den Wahllokalen zum Einsatz.

Erstmals verschickt die Stadt die Wahlbenachrichtigungen nicht als Karte, sondern als Brief. „Das hat den Vorteil, dass wir mehr Platz haben, alle Daten wie etwa den QR-Code für die Briefwahlbeantragung unterzubringen. Auf der Karte war es doch sehr komprimiert.“ Wer bis zum 22. August kein Schreiben für die Kommunalwahl erhalten hat, aber der Meinung ist, wählen zu dürfen, wird gebeten, sich im Bürgerbüro zu melden. Insgesamt 25 841 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren dürfen am 12. September in Achim ihre Stimme abgeben.

Wer Bürgermeister, Stadtrat und Kreistag per Brief bestimmen möchte, kann der Mitarbeiterin zufolge die Unterlagen im Rathaus abholen und dort auch direkt seine Kreuze machen. Das Briefwahlbüro, das in die Räume 120 und 121 umgezogen ist, ist vom 20. August bis zum 10. September um 13 Uhr geöffnet. „Wir gehen von langen Wartezeiten aus, weil sich das Briefwahlaufkommen erhöhen wird. Besser ist, man lässt sich die Unterlagen nach Hause schicken“, rät Claudia von Kiedrowski. Die drei ausgefüllten Stimmzettel können entweder in den Briefkasten des Rathauses eingeworfen werden oder dort am Wahlsonntag bis 15 Uhr abgegeben werden. „Ganz wichtig: Die Briefwahlunterlagen bitte nicht in den Wahllokalen abgeben. Dort werden sie weder ausgezählt noch weiter ins Rathaus geschickt.“ Wer die Stimmzettel per Post ans Rathaus schickt, müsse den Umschlag erstens ausreichend frankieren und zweitens sicherstellen, dass der Brief spätestens am 11. September im Rathaus ankommt. Wegen des vermutlich hohen Aufkommens an Briefwahl-Stimmzetteln, braucht es auch mehr Platz zum Auszählen. „Die Besprechungsräume im Rathaus sind dafür nicht geeignet. Ich verhandele gerade mit dem Gymnasium am Markt über Möglichkeiten“, sagt Claudia von Kiedrowski. Die Auszählung ist unter Einhaltung der bekannten Corona-Regeln öffentlich.

34 Wahllokale öffnen am Sonntag, 12. September, im Stadtgebiet. In Badenermoor gibt es eine Neuerung: Weil die Gaststätte belegt ist, weicht das Wahllokal in die Kapelle aus. Vor allem für das Wahllokal in der Astrid-Lindgren-Schule sucht die Stadt noch Wahlhelfer ebenso besteht Bedarf in Uphusen, sagt die Ordnungsamtsleiterin.

Wahlhelfer gehören demnach in die Priorisierungsgruppe drei für die Corona-Impfungen. Allerdings gehe das Impfen im Verdener Zentrum nur schleppend voran. „Die Stadt versucht deshalb, die Wahlhelfer über die Ärzte in Achim zu versorgen.“ Aber auch wer noch nicht gegen das Virus geimpft ist, könne als Wahlhelfer tätig werden. Interessenten schicken dafür eine E-Mail an c.kiedrowski@stadt.achim.de.

Die Wahlschreiben für die Bundestagswahl am 26. September werden ebenfalls im August verschickt, sagt von Kiedrowski. „Das kann zu Überschneidungen führen, weil der Bund trotz des späteren Wahltermins frühere Fristen hat.“

24 494 Achimer ab 18 Jahren wählen dann die neue Bundeskanzlerin oder den neuen Bundeskanzler.

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