Stadt registriert weniger Parkverstöße

9000 Euro weniger für „Knöllchen“

+
Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Politesse Jeannette Landwehr nehmen die „Brötchentaste“ in Betrieb. Archivfoto: Mix

Achim - Sie sind nicht gerade die Beliebtesten in Achim: die „Stadtsheriffs“, die den so genannten ruhenden Verkehr kontrollieren und Parksündern „Knöllchen“ verpassen. In fast jedem Einzelfall regt sich der erwischte Autofahrer darüber auf.

In jüngster Zeit haben die Wagenbesitzer allerdings wohl weniger Anlass zur Verärgerung, denn nach der jüngsten Statistik sind die Politessen bis zum Stichtag des vergangenen Jahresendes 3595-mal eingeschritten. Gegenüber der Vorjahressumme von 4621 ist das ein deutlicher Rückgang, der sich auch finanziell niederschlägt. Zahlten die Autofahrer in Achim 2014 noch rund 54 000 Euro für solche Verwarnungen, waren es im vergangenen Jahr 9000 Euro weniger.

Wahrscheinlich ist dies nicht darauf zurückzuführen, dass die Motorisierten sich jetzt viel stärker an die verschiedenen Vorschriften halten.

Bürgermeister Rainer Ditzfeld hatte bei seinen nicht öffentlichen Gesprächen mit Einzelhändlern und Grundstückseigentümern in der Innenstadt erfahren, dass die engen Parkzeiten in der City und die schnelle Ahndung von Verstößen ein Hauptärgernis für die Innenstadtakteure sind.

Dann komme doch erst recht keiner in die City, wurde geklagt.

Ditzfelds Stadtverwaltung hat im vergangenen Jahr gehandelt und an Innenstadtparkplätzen die zulässigen Parkzeiten mit Parkscheibe deutlich ausgeweitet auf bis zu drei Stunden und mehr. Vor dem Rathaus bietet der Parkscheinautomat zudem die neue „Brötchentaste“, die kostenloses Parken für einen kurzen Sprung zum Bäcker oder ins Rathaus erlaubt.

Zudem scheint es so, dass die „Stadtsheriffs“ mehr die größeren, groben Verstöße statt der kleinen Vergehen verfolgen und nicht gleich bei den ersten fünf Minuten Parkzeitüberschreitung einschreiten.

Dabei ist das besondere Vergehen, ohne Behindertenausweis einen Sonderparkplatz für Schwerbehinderte und außergewöhnlich Gehbehinderte benutzt zu haben, rund 90-mal wie auch im Vorjahr festgestellt worden. 134 Fahrer ließen es sich nicht nehmen, im absoluten Halteverbot zu parken.

1881 Personen, 800 weniger als im Vorjahr, wurden überführt beim Parken ohne die vorgeschriebene Parkscheibe. 383 Fahrer wollten verbotener Weise das Geld für den Parkschein sparen. 112 Parker hatten nicht respektiert, dass ihr Auto in der Fußgängerzone nichts zu suchen hat, 36 parkten auf dem Gehweg und jeweils zehn auf einem Radweg und am Taxenstand. 11 Menschen benutzten den linken Seitenstreifen der Fahrbahn als Parkplatz. Auch das ist nicht erlaubt.

114 benötigten für ihren Wagen gleich mehr als eine Parkfläche, wobei das oft keine Rücksichtslosigkeit, sondern auch Unfähigkeit sein muss, die manchmal mit der PS-Zahl des Wagens zu steigen scheint.

mb

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Erinnerung an Linkin Park Sänger: Chester Bennington beim Hurricane

Erinnerung an Linkin Park Sänger: Chester Bennington beim Hurricane

Deichbrand Festival: Party am Donnerstag 

Deichbrand Festival: Party am Donnerstag 

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Diese 10 Dinge sollten Sie aus Ihrer Küche entfernen

Diese 10 Dinge sollten Sie aus Ihrer Küche entfernen

Meistgelesene Artikel

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vorsicht gegenüber der Weser-Robbe

Vorsicht gegenüber der Weser-Robbe

Achimer Haushalt trotz Bedenken für 2017 und 2018 genehmigt

Achimer Haushalt trotz Bedenken für 2017 und 2018 genehmigt

Bürgermeister Andreas Brandt (SPD): Eigene Erfahrungen helfen bei Familienpolitik

Bürgermeister Andreas Brandt (SPD): Eigene Erfahrungen helfen bei Familienpolitik

Kommentare