Auch bei Unternehmschefs soll verstärkt für notwendige Beschäftigten-Freistellungen für Einsätze tagsüber geworben werden

Stadt-Personal als Feuerwehr-Reserve

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Achim - Es stehen an allen Achimer Feuerwehrstandorten tagsüber an Werktagen zu wenig Kräfte für Einsätze zur Verfügung. Um diesem Manko zu begegnen, sollen jetzt Beschäftigte der Stadt Achim verstärkt für das aktive Engagement in der Feuerwehr gewonnen werden.

Außerdem will der Bürgermeister private Arbeitgeber im Stadtgebiet anschreiben und sie dafür sensibilisieren, Feuerwehrkräfte unter ihren Beschäftigten möglichst umgehend freizustellen, wenn diese Brandbekämpfer zu Einsätzen gerufen werden.

Weiter soll es bei Einstellungsgesprächen positiv berücksichtigt werden, wenn der Bewerber oder die Bewerberin – bei ansonsten gleicher Eignung und Qualifikation – ehrenamtlich im Feuerwehrwesen engagiert ist.

Darüber hinaus wird daran gedacht, Kinder-Feuerwehrwarten eine Aufwandsentschädigung zu gewähren, die der von Jugendfeuerwehrwarten entspricht.

All diese Absichten sind im Personal-Teil des Feuerwahr-Bedarfsplans der Freiwilligen Feuerwehr Achim aufgeführt. Über den Plan berät der Feuerwehrausschuss am Mittwoch, 27. April, ab 17 Uhr im Ratssaal.

Aufgrund von Erfahrungswerten und wegen der „derzeit häufigen Ausfallzeiten älterer Fahrzeuge“ wird zudem angestrebt, die für Großfahrzeuge festgesetzte maximale Nutzungsdauer von bisher 25 auf 20 Jahre zu senken.

Zum Bedarfsplan gehören nihct zuletzt ein möglicher Anbau beim Uphuser Feuerwehrhaus, um die „Stellplatzsituation“ dort zu entspannen, sowie die Sanierung und eventuelle Erweiterung des Badener Feuerwehrdomizils. Die dortige Alternative Neubau an der Hainkämpe wird im Hinblick auf Kosten und Wirtschaftlichtlichkeit im Vergleich zur Erweiterung am jetzigen Feuerwehrstandort untersucht. Hier werden die aktuell vom DRK genutzten Gebäude- und Grundstücksabschnitte mit einbezogen.

Das gesamte „Soll-Konzept“ des Bedarfsplans ergibt sich aus „Schutzzielen“ , die die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) auf Bundesebene festgelegt hat. Sie lauten: „Die erste Einheit soll mit einer Stärke von 9 Einsatzkräften innerhalb von 8 Minuten nach Alarmierung durch die Leitstelle am Einsatzort eintreffen. Dieses Ziel soll in mindestens 80 Prozent der Fälle erreicht werden. Eine weitere Einheit mit einer Mindeststärke von 7 Einsatzkräften soll innerhalb der folgenden 5 Minuten, also 13 Minuten nach Alarmierung, eintreffen. Dieses Ziel soll in mindestens 90 Prozent der Fälle erreicht werden“.

Umzusetzen ist das Soll-Konzept natürlich nur „vorbehaltlich der Bereitstellung der finanziellen und personellen Ressourcen durch den Rat der Stadt Achim“, heißt es vorsorglich in der Beschlussvorlage der Verwaltung zur Ausschusssitzung.

Außerdem wird festgehalten, dass laut Gutachten der Forplan-GmbH zur Lage in Achim die „Positionierung aller Feuerwehrhäuser in den Ortschaften“ als gut bewertet wurde. Es bestünden „gute Erreichbarkeiten durch die Einsatzkräfte“, und dadurch werde „eine Abdeckung von 87 Prozent der bebauten Fläche im Stadtgebiet innerhalb von vier Fahrminuten ermöglicht“.

la

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