Redakteur ergattert begehrte Stelle

Stadt Achim hat ab 2022 einen Pressesprecher

Profi Kai Purschke (rechts), bisher Redaktionsleiter des Achimer Kurriers, wird die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt deutlich verbessern, ist sich Bürgermeister Rainer Ditzfeld sicher.
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Profi Kai Purschke (rechts), bisher Redaktionsleiter des Achimer Kurriers, wird die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt deutlich verbessern, ist sich Bürgermeister Rainer Ditzfeld sicher.

Achim – Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Achim soll vom kommenden Jahr an deutlich besser werden. Dafür wurde eine neue Stelle geschaffen und ein Profi eingestellt. „Erstmals in der Geschichte der Stadt Achim ist ab dem 3. Januar mit Kai Purschke ein Pressesprecher hier mit an Bord“, verkündete Bürgermeister Rainer Ditzfeld am Montag bei einem Pressegespräch im Rathaus.

Der 45-Jährige, der dem Vorstellungstermin selbstverständlich beiwohnte, arbeitet derzeit noch als Redaktionsleiter beim Achimer Kurier, einer Lokalausgabe des Bremer Weser Kuriers.

Der Posten, den er künftig bekleidet, war äußerst begehrt. Auf die Ausschreibung der Stelle im Frühsommer habe es mehr als 130 Bewerbungen aus ganz Deutschland gegeben, berichtete Ditzfeld. Vor allem Redakteurinnen und Redakteure hätten Interesse daran gehabt, was ein Beleg dafür sei, „dass es der Zeitungsbranche, jedenfalls dem Printbereich, nicht mehr so gut geht“. Derlei Bewerberzahlen hätte er gerne auch, wenn die Stadt Ingenieure oder Erziehungsfachkräfte suche, merkte der Bürgermeister mit Blick auf Vakanzen auf diesen Tätigkeitsfeldern an.

Sechs Bewerbungsgespräche führen zur finales Entscheidung

Das Auswahlgremium für die Position des Pressesprechers oder der Pressesprecherin, dem unter anderem Personalleiterin Nicole Scheer und der Verwaltungsvorstand angehörten, habe dann jeweils drei Bewerberinnen und Bewerber aus dem Großraum Bremen und dem Rest der Republik zum Vorstellungsgespräch eingeladen, schilderte Ditzfeld. Alle aus dem Sextett seien zum Beispiel bei einem Rollenspiel gefordert gewesen, bei dem sie während einer simulierten einminütigen Fahrstuhlfahrt mit dem Bürgermeister diesem darzulegen hatten, warum sie am besten für die Aufgabe geeignet sind.

Achim ist nach seinen Angaben die erste Stadt oder Gemeinde im Landkreis Verden, die einen Pressesprecher beschäftigt. In der Region gebe es das außer in Bremen bisher nur in Weyhe, Delmenhorst und Ganderkesee. „Wir haben in der Vergangenheit oft nur auf Vorgänge reagiert, das muss nach dem Willen von Politik und Verwaltung besser werden“, begründete Ditzfeld die Schaffung der neuen Stelle. „Künftig wollen wir die Öffentlichkeit proaktiv informieren, auch über die sozialen Medien.“

Schlechte Kommunikaton bei Heizungsausfall an einer Grundschule

In der Vergangenheit lief das nicht immer optimal. So gab es nach einem Heizungsausfall an einer Grundschule widersprüchliche Angaben aus dem Rathaus darüber, ob dort nun der Unterricht stattfindet oder nicht. Örtliche Zeitungsredaktionen, aber auch Bürgerinnen und Bürger bemängeln seit langem, dass die Stadt über Straßensperrungen oder kurzfristige Schließungen von Bädern oder der Bibliothek nicht rechtzeitig und umfassend genug informiert.

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Kai Purschke, der seit 2015 die Redaktion des Achimer Kuriers und der Verdener Nachrichten leitet, weiß ein Lied davon zu singen und will das ändern. „Wenn eine Straßensperrung ansteht, werde ich das so früh wie möglich auf die Homepage der Stadt stellen und an die Presse weitergeben, aber auch Social-Media-Kanäle wie Twitter und Facebook will ich nutzen“, führt er ein Beispiel an. Je besser und schneller die Stadt informiere, „desto weniger Verdruss entsteht beim Bürger“, lautet die Devise des erfahrenen Journalisten, der mit seiner Frau und den beiden Töchtern in Bremen-Vegesack wohnt und schon mit 16 Jahren für den Weser Kurier geschrieben hat. Purschke, der früher unter anderem auch als stellvertretender Leiter des Delmenhorster Kuriers arbeitete und in seiner Freizeit gerne Inline-Skating und Disc-Golf betreibt, bekommt im Rathaus eine Vollzeitstelle in einem eigenen Büro auf der Chefetage.

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