Zusätzliche Stadtförderung bis 3.000 Euro nicht nur für Flüchtlingsunterkünfte

Stadt erhöht Zuschüsse des Kreises für neuen Wohnraum

Achim - Die Stadt Achim will sich jetzt mit einem eigenen Förderprogramm dem des Kreises zur Schaffung günstiger Mietwohnungen anschließen. Mit den Programmen soll zusätzlicher erschwinglicher Wohnraum entstehen, nicht nur für Flüchtlinge.

Auch im Landkreis Verden wird es immer schwieriger, günstige Mietwohnungen zu finden. Der Kreistag hatte daher im November 2015 ein Zuschussprogramm zur Erweiterung, Instandsetzung und Renovierung von Wohnraum aufgelegt.

Gefördert werden bis zu zwei zusätzliche Wohneinheiten in einem schon bestehenden Gebäude. Da die Situation in Achim besonders angespannt ist, haben sich die Ratsfraktionen nun in einer Arbeitsgruppe darauf verständigt, für dieses Programm zusätzliche Anreize zu bieten.

Während der Landkreis Verden seine Förderung auf 25 Prozent, aber maximal 5.000 Euro der nachweisbaren Baukosten mit Ausnahme von Malerarbeiten und dem Verlegen von Bodenbelägen begrenzt, können ab sofort Antragsteller, die in Achim Wohnraum schaffen, unter den gleichen Bedingungen einen zusätzlichen Betrag von bis zu 3.000 Euro erhalten.

Es gilt, dass die Fördersumme auf maximal 25 Prozent des Investitionsvolumens begrenzt ist, wobei der Zuschuss der Stadt Achim ab einer Investitionssumme von über 20.000 Euro greift.

Ein eigenständiges Prüfverfahren bei der Stadt Achim ist nicht vorgesehen. Es werden nur Maßnahmen gefördert, die noch nicht begonnen sind.

Auch wenn die Unterbringung von Flüchtlingen Priorität genießt, soll nicht zwischen in- und ausländischen Mietern unterschieden werden. Es geht grundsätzlich um die Gewinnung von bezahlbarem Wohnraum, waren sich die Fraktionsvertreter einig.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der Wohnraum mindestens drei Jahre zu einem angemessenen Mietzins vermietet wird und vor der Ausführung der Arbeiten die Zustimmung des Landkreises vorliegt.

Im Nachtragshaushalt der Stadt haben sich die Ratsfraktionen verständigt, für das Jahr 2016 eine zusätzliche Summe von 50.000 Euro einzustellen.

Das Programm hat zunächst eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016, ebenso wie auch das Programm des Landkreises.

Adressaten für das Programm sind Hausbesitzer, die sich vorstellen können, bisher ungenutzten Wohnraum zu vermieten. Häufig scheitert dieses an fehlenden Bädern, Küchenanschlüssen, Treppenaufgängen, Raumtrennungen oder einer unzureichenden Elektroinstallation.

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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