„Zeit für Zusammenhalt“

Menschen, die geholfen haben

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Alle Achimer Ehrenpreisträger dieses Jahres mit ihren Laudatoren.

Achim - Der 5. Dezember ist der offizielle „Tag des Ehrenamtes“ – und damit genau der richtige Termin für die Verleihung des 16. Achimer Ehrenpreises. Die festlich geschmückte Aula der Liesel Anspacher-Schule bot für den Festakt den perfekten Rahmen, um Menschen auszuzeichnen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

„Ehrenamtlicher Einsatz füreinander gibt der Gesellschaft ein menschliches Gesicht. Worte einer Bundesministerin die ich gerne wiederhole, weil sie so gut in diese Zeit der letzten Wochen und zu unseren heutigen Preisträger passen. Denn hier sind und stehen heute Menschen, die geholfen haben, die sich für andere eingesetzt haben und Menschlichkeit gezeigt haben“, begann der Achimer Ratsvorsitzende Hans-Jürgen Wächter seine Festrede.

Als Gruppe wurden die Elternlotsen der Grundschule Uesen geehrt. Die Laudatio hielt die Schulleiterin Meike Wernwag. Sie nannte die Elternlotsen die erfolgreichste Präventionsmaßnahme. „Es sind nicht nur die Eltern, sondern auch Senioren und Eltern ehemaliger Schüler, die einen sicheren Schulweg gewährleisten“ so Wernwag.

Andreas Voß ist seit fast 30 Jahren Pfadfinder und bekam den Ehrenpreis für seine fast 22 Jahre ehrenamtliche Arbeit als Leiter und Organisator der Achimer Pfadfinder.

Wiltrud Ysker vom Fachbereich Gesellschaft und Soziales der Achimer Stadtverwaltung hielt die Laudatio für Konrad Ollmann und seine kontinuierliche Seniorenarbeit. „Er ist so oft im Rathaus dass er schon als Kollege durchgeht.“

Achimer Ehrenpreis

Für Brigitte und Günter Bode trat der Vorsitzende des TV Baden, Helmut Masemann, an das Rednerpult. Die Bodes sind seit 15 Jahren in der Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose, Kontaktgruppe Achim-Verden, aktiv.

Für ihre Zivilcourage zeichnete Oberpolizeirat Thorsten Strier drei Mitbürger aus. Anke Blank mischte sich auf dem Achimer Bahnhofsvorplatz in eine handfesten Auseinandersetzung ein und konnte Schlimmeres verhindern.

Für ihre Aufmerksamkeit als gute Nachbarn ehrte der Achims Polizeichef Claudia Clausen und Sonja Kamp. „Beide beobachteten zwei männliche Personen sowohl beim Betreten, als auch beim Verlassen eines Tatortgrundstückes. Frau Clausen hat die Polizei und die Nachbarn über den Sachverhalt informiert. Frau Clausen ist sofort zu Frau Kamp rüber gekommen und hat daraufhin noch einmal die Polizei angerufen. Die Täter wurden unmittelbar zu der zweiten Meldung festgenommen.“ Strier wünschte sich mehr aufmerksame Bürger. „Zivilcourage muss etabliert werden. Allerdings darf dabei der Selbstschutz nicht gefährdet werden.“

Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld, Moderator der Veranstaltung, teilte mit Bedauern mit, dass die Flüchtlingshelfer in Achim der Jury einen Korb gegeben und den Preis abgelehnt hatten. „Sie wollten nicht geehrt werden, sondern handeln. Für die Stadt Achim sind sie aber der Hauptgewinn“, so Ditzfeld. Dazu passend verteilte der Bürgermeister Lose der Achimer Stadttombola an die Flüchtlingshelfer.

„Wie viel öffentliche Sicherheit könnten wir gewährleisten ohne die freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen, ohne das DRK, ohne Caritas, ohne THW, wie viel würde erreicht ohne Terre des hommes, ohne das BÜZ, ohne Vereine und Organisationen? Wie viel Umweltschutz gäbe es ohne unermüdliche Aktivisten? Wie sähe es im Bereich der kirchlichen Gemeinden und Vereine oder im Breitensport aus ohne ehrenamtliches Engagement?“, fragte Hans-Jürgen Wächter in die weite Runde.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass Achimerinnen und Achimer hier in herausragender Weise Herz und Menschlichkeit beweisen. Es ist die Zeit, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern es ist die Zeit für Zusammenhalt und darauf zu schauen, was man zum Nutzen aller Menschen besser machen kann“, beendete der Ratsvorsitzende seine Festrede.

Preisträger, Laudatoren und Gäste waren von der Schülerband Combomusico begrüßt worden, die unter der Leitung von Musiklehrer Steffen Schmidt auch das Rahmenprogramm der Veranstaltung besorgte.

Als Ehrengäste des Festaktes waren unter anderem der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt, die Landtagsabgeordneten Adrian Mohr und Gero Hocker, Ehrenbürgermeister Christoph Rippich gekommen.

Seit Erfindung des Achimer Ehrenpreis hat man an die 90 Auszeichnungen vergeben.

hem

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