Corona lässt Brauchtum aller Voraussicht nach nicht zu

Stadt Achim sagt alle Osterfeuer ab

Immer gut besucht war das Osterfeuer in Uphusen. Auf Veranstaltungen wie in der Aufnahme aus dem Jahr 2018 werden die Achimer nun erneut verzichten müssen.
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Immer gut besucht war das Osterfeuer in Uphusen. Auf Veranstaltungen wie in der Aufnahme aus dem Jahr 2018 werden die Achimer nun erneut verzichten müssen.

Achim – Bereits im vergangenen Jahr mussten aufgrund der Corona-Pandemie alle Osterfeuer im Landkreis Verden abgesagt werden. Auch in diesem Jahr werden diese Brauchtumsfeuer zu Ostern – mit Blick auf die aktuell bestehenden Beschränkungen der Corona-Verordnung des Landes – nicht möglich sein. „Auch wir beabsichtigen, die Osterfeuer ausfallen zu lassen“, sagt Claudia von Kiedrowski, Leiterin der Abteilung Sicherheit und Ordnung im Achimer Rathaus.

Damit schließe sich die Stadtverwaltung den Empfehlungen des Landkreises an. „Der Landkreis Verden und seine kreisangehörigen Städte und Kommunen empfehlen, auch 2021 keine Osterfeuer zu veranstalten und diese frühzeitig abzusagen“, heißt es auf der Internetseite des Landkreises Verden. „Es ist wahrscheinlich, dass ein Zusammentreffen größerer Menschengruppen auch zum Osterwochenende mit Blick auf das Infektionsgeschehen voraussichtlich nicht erlaubt sein wird“, wird dort Landrat Peter Bohlmann zitiert. Abhängig vom Infektionsgeschehen im März könne es vor Ostern auch noch zu einer entsprechenden Verfügung kommen.

„Wir müssen vorrangig die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gewährleisten“ – dieses Ziel habe gerade in Zeiten der Pandemie Priorität, betont die Achimer Ordnungsamtsleiterin.

In diesem Zusammenhang weist von Kiedrowski auch darauf hin, dass Privatpersonen nicht übermäßig Strauchschnitt ansammeln, sondern diesen auf dem eigenen Grundstück verwerten oder auf den vom Landkreis Verden betriebenen Abfallhöfen abgeben sollten. Kleinmengen bis zu einem Kubikmeter könnten Leute dort gegen einen geringen Kostenbeitrag loswerden. Größere Mengen sollten auf dem Abfallhof in Beppen angeliefert werden. Keine Alternative sei es hingegen, „das Schnittgut in die Walachei zu werfen“. Dies sei strafbar und werde mit einem Bußgeld geahndet.

Nicht erlaubt seien zudem private Brauchtumsfeuer, die im Garten oder in der Parzelle abgebrannt werden. Diese Regelung gilt seit einigen Jahren unabhängig von der coronabedingten Absage der Osterfeuer. Denn im April 2014 hat das Land Niedersachsen die sogenannten Brenntage abgeschafft. Im Normalfall müssten entsprechend auch „große“ Osterfeuer von der Stadt genehmigt werden: „In Achim sind Osterfeuer nur zulässig, wenn sie von den Vereinen bei uns angemeldet wurden“, betont von Kiedrowski.

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