Volkstrauertag in Achim

Die Spuren des Krieges

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Volkstrauertag in Achim mit wenig Volk. 

Achim - Volkstrauertag auch im Achimer Rathaus und am Ehrenmal im Rathauspark, doch nur wenige sind gekommen, überwiegend gewählte Repräsentanten der Stadt, der Feuerwehr, des Schützenvereins, Reservisten und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Posaunenchor Achim sorgt für getragene Klänge.

Es müsse heute nach mehr als 70 Jahren Frieden in unserem Land jeder selbst wissen, wie er gedenke und trauere, meint der stellvertretende Bürgermeister Reiner Aucamp. Die Welt sei heute allerdings alles andere als ein friedlicher Ort. Kriege, Folter und sonstige Verletzung der Menschenrechte seien an der Tagesordnung und führten auch zu dem Flüchtlingsstrom.

Alleine in diesem Jahr seien bei der Flucht 4000 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Der stellvertretende Bürgermeister zeigt sich stolz, dass die Achimer den Flüchtlingen so freundlich begegneten und damit dem Frieden dienten.

Pastor Ulrich Wilke spricht von den lange anhaltenden Kriegsspuren, besonders der Angst, vor Schüssen, Panzern, Flugzeugen, Zerstörung des Hauses, Tod, Vergewaltigung, Verlust der Zukunft. Angst, Ohnmacht, ein langes Schweigen über das Geschehene, Gefühlskälte, Schlaflosigkeit und Depression seien bekannte Reaktionen auf den letzten Weltkrieg gewesen.

Bevor man vom Rathaus zum Rathauspark schreitet, hat Bernhard Gilster, der Vorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, noch erwähnt, dass die Reservisten dieses Jahr sich mehrmals bei der Pflege russischer Kriegsgräber in Sachsen verdient gemacht hatten. 

mb

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