Spracherwerb und Teilhabe fördern

Cato nutzt Chancen-Patenprogramm der Stiftung Bildung

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Schulleiter Stefan Krolle (rechts) und Ulrike Kompch (zweite von links) freuen sich über die erfolgreiche Bewerbung um Fördermittel. Insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge neun bis zwölf haben Patenschaften übernommen.

Achim - Von Ingo Schmidt. Chancenpatenschaften bietet unter dem Motto „Mit- und voneinander lernen“ die Stiftung Bildung, unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Initiative „Menschen stärken Menschen“.

Das Programm fördert Jugendliche und Kinder mit benachteiligten Umständen durch Partnerschaften. Lehrerin Ulrike Kompch hatte sich erfolgreich mit dem Cato-Bontjes- van-Beek-Gymnasium (Cato) beworben, und nun wurden die Patenschaften zugeordnet. „Nachdem das Cato die Zusage der Stiftung erhielt, war die Resonanz der helfenden Schüler überragend“, freut sich die Initiatorin.

Im Rahmen des Förderprogramms übernehmen 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge neun bis zwölf Patenschaften. Sie begleiten Mitschüler mit Fluchterfahrung oder Migrationshintergrund in bestimmten Fächern, beispielsweise mit Nachhilfeunterricht oder Hausaufgabenbetreuung. Aber auch Ausflüge zählen dazu, um Teilhabe am außerschulischen kulturellen Leben zu fördern.

Stiftung stellt 150 Euro pro Tandem bereit

Für Maßnahmen und Unternehmungen stellt die Stiftung rund 150 Euro pro Tandem bereit. Zur Kontrolle müssen die Teilnehmer Tätigkeitsnachweise führen. Die Initiative startet sofort und ist zunächst bis Mitte März des nächsten Jahres befristet.

„Wir möchten die Schüler damit an die Bildungssprache heranführen, die sich von der Umgangssprache deutlich unterscheidet“, erläutert Schulleiter Stefan Krolle, „in der Oberstufe führen fehlende Kenntnisse regelmäßig zu Problemen, denen wir so frühzeitig entgegenwirken.“ Die interessierten Schülerpaten wählen Partner aus Bewerbungsbögen aus, oder aber haben bereits „Klienten“ gefunden.

Gabriela hilft Anna Marie

So erhält die junge rumänische Schülerin Anna Marie, die erst seit zwei Wochen das Cato besucht und aus Moldawien zugereist ist, künftig tatkräftige Unterstützung durch Gabriela. Die gebürtige Italienerin mit moldawischen Eltern aus der elften Klasse ist seit vier Jahren am Cato und spricht neben deutsch auch rumänisch.

Die Schüler Kaelen und Jendrik, Jahrgang elf und zwölf, unterstützen syrische Schülerinnen in ausgewählten Unterrichtsfächern. „Wir möchten, dass unsere zugereisten Schüler möglichst schnell Fuß fassen und sich idealerweise genauso gut entwickeln wie Gabriela“, wünschen sich Stefan Krolle und Ulrike Kompch.

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