Kosten von je 500.000 Euro

Die Sportvereine möchten drei neue Allwetter-Fußballplätze

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Symbolbild

Achim - Verden und Oyten haben Wettbewerbsvorteile im Fußball. Dort gibt es nämlich schon ganzjährig nutzbare Allwetter-Plätze zum Spielen und fürs Training.

In Achim stehen Kickern dagegen nur Rasenplätze oder Hallen zur Verfügung. Oberstes Thema bei Treffen der Arbeitsgemeinschaft Achimer Sportvereine (AAS) ist es deshalb, daran etwas zu ändern.

Für insgesamt drei neue Allwetterplätze mit Kunstrasen setzt sich die Arbeitsgemeischaft ein. Sie sollen allesamt auf bestehenden Rasenflächen angelegt werden. Voraussichtliche Kosten: Rund 500 000 Euro pro Platz.

Obwohl manche der insgesamt sieben Achimer Vereine mit Fußball-Angeboten traditionell untereinander zerstritten sind, gelang es in der AAS, sich einmütig auf die Reihenfolge beim Platzbau zu einigen, ohne dass jemand laut „Wir sind aber vorher dran!“ oder „Wir wollen auch einen haben!“ rief.

Für das Einigungs-Meisterstück und das „Überwinden des Kirchtumsdenkens“ bekam der stellvertretende AAS-Vorsitzende Klaus Feldmann jetzt auf der Sitzumg des Sport- und Kulturausschusses im Rathaus von allen Seiten Lob zu hören.

Die Reihenfolge bei den Platz-Umrüstungen lautet: Erst Achim, dann Baden-Lahof und dann Uphusen. Natürlich sei wegen des Kostenumfangs nicht alles auf einen Schlag, sondern nur „Step by Step“ machbar, räumte Klaus Feldmann ein.

Das heißt, der Achimer Allwetterplatz könnte im Doppelhaushalt 2017/2018 berücksichtigt werden und die beiden anderen in den Etats der Jahre 2019 bis 2021.Vereinbart wurde laut Feldmann mann auch, dass der fertig gestellte Achimer Allwetterplatz von anderen Vereinen der Stadt nach festgelegtem Zeitplan mit zu nutzen ist.

Grundsätzlich zeigten sich alle Parteien und Gruppen im Sportausschuss aufgeschlossen gegenüber den AAS-Sportplatzwünschen. „Achim ist aber nicht nicht nur ein großer Fußballverein“, gab jedoch Uwe Tesch (SPD) zu bedenken. Er wollte wissen, ob die Arbeitsgemeinschaft auch für die Entwicklung anderer Sportarten etwas tue.

Bei nur vier bis fünf ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern müssten Schwerpunkte gesetzt werden, antwortete Klaus Feldmann. Und zur Zeit stehe eben das Allwetter-Thema obenan. Natürlich habe die AAS aber noch andere Vorhaben „in der Pipeline“ – etwa für den Tennissport in Bierden und Uesen. Manche Sportsparten würden aber auch von sich aus wenig aktiv: Von den Schützen zum Beispiel „sieht und hört man nichts“.

Anhand von Statistik-Zahlen hatte der AAS-Vize eingangs verdeutlicht, dass von den gut 30 000 Achimer Einwohnern fast 11 000 in Sportvereinen engagiert sind und davon rund 1700 im Fußballbereich. 24 Sportvereine gibt es insgesamt in ganz Achim. Bootssport, Reitsport, Radsport, natürlich Handball, Tennis und weitere Sparten sind darin vertreten.

Auf Nachfrage von Larne Sprenger (CDU) nach weiteren Schritten in Sachen Allwetterplätze machte Steffen Zorn als Leiter der städischen Grundstücks- und Gebäudeverwaltungsabteilung (GGA) deutlich, dass zunächst die genaue Bestandsaufnahme zu Kosten und Umfang der Maßnahmen samt Fördermöglichkeiten anstehe. Zur Zeitplanung wies Zorn darauf hin, dass auch im Investioonsplan der Stadt noch gar nichts zum Bau der neuen Plätze verankert sei.

Feldmann drängte hingegen zu baldigen Entscheidungen, da mancher komplizierte Förderantrag eine Vorlaufzeit von gut einem Jahr beanspruche.

la

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