„Special Euro Championship“: Ehrenpräsident Fischer lobt Inklusionsarbeit

Der TSV Achim ist Vorbild für den SV Werder Bremen

Achim - Von Bernd Hägermann. In den Frühlings- und Sommermonaten werden im Fußball die wirklich wichtigen Spiele ausgetragen. Dabei fallen Entscheidungen über Meisterschaft und Abstieg, über Pokaltriumph und Champion-League-Sieg. Im Vierjahresrhythmus kicken Nationalmannschaften um kontinentale Titel und den Weltcup. Außerdem steht zum zweiten Mal eine Veranstaltung auf dem Programm, die sich „Special Euro Championship“ nennt und vom 5. bis 7. Juni auf der Sportanlage des TSV Achim rund 400 behinderte Kinder und Jugendliche und ihre Betreuer zusammenführt.

Der Titel oder eine gute Platzierung ist allen Teilnehmern wichtig, noch mehr allerdings die tätige Umsetzung der Inklusion, wonach Menschen mit Behinderungen am täglichen Leben aktiv teilhaben sollen. In diesem Fall über die verbindende Kraft des Sports. Veranstaltet werden die „Euro Special Championship“ vom TSV Achim in Kooperation mit dem SV Werder Bremen; Schirmherren sind Bürgermeister Rainer Ditzfeld und der Ehrenpräsident des SV Werder, Klaus-Dieter Fischer.

„Der TSV Achim zeigt, dass Fußball ein ideales Betätigungsfeld für die Inklusion ist“, sagte Moderator Wilfried Bendul unlängst bei einem Informationsabend des Vereins zu dieser Großveranstaltung. Durch dauerhaftes Engagement bereitet hat dieses Feld Kai Tietjen, Vorsitzender der Fußballabteilung des TSV. Seit Jahren dabei an seiner Seite: Der Vorsitzende des Gesamtvereins, Heiko Strüver. Beide werden bei ihrer Arbeit unterstützt von vielen freiwilligen Helfern.

Inklusion ist im TSV Achim mithin kein Thema für Sonntagsreden, sondern fester Bestandteil der täglichen Vereinsarbeit. Mittlerweile gibt es 70 Menschen mit Behinderungen, die dort organisiert Fußball spielen. Ein Inklusionsteam nimmt sogar am regulären Spielbetrieb teil.

Dies alles wird durchaus registriert – in der Stadt, im nahen und weiteren Umland, in vielen Teilen dieser Welt und bei namhaften Sportclubs. Zugesagt haben ihre Turnierteilnahme beispielsweise Titelverteidiger Mainz 05, Schalke 04, der FC Groningen, Hapoel Tel Aviv, der FC Chelsea, der Club Africaine Tunis und sogar der FC Barcelona. Für diese Mannschaften geht es gegen Teams aus Achim, dem schleswig-holsteinischen Eichede, Wilhelmshaven, Hannover, Worpswede, Bremerhaven, Delmenhorst oder Osterholz-Scharmbeck. Alleine diese Vielfalt verdeutlicht: Der TSV hat der Inklusion Schwung verliehen und dabei selber an Gewicht gewonnen. Oder wie Klaus-Dieter Fischer beim Informationsabend sagte: „Der TSV Achim ist in diesem Bereich Vorbild für den SV Werder Bremen.“

Darüber freut sich nicht nur Bürgermeister Rainer Ditzfeld: „Ich finde es toll, was hier auf die Beine gestellt wird.“ Natürlich sei es schön, dass mit dem Turnier der Name Achim ins Gespräch gebracht werde, noch bemerkenswerter seien aber Menschen wie Tietjen, Strüver und ihre Mitstreiter, die solches bewirken: „Ich freue mich riesig auf die drei Turniertage“, sagte Ditzfeld.

Rubriklistenbild: © dpa

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