„Kompromisse sind wertvolles Gut“

SPD-Generalsekretär Klingbeil spricht auf Neujahrsempfang in Achim

Beim SPD-Neujahrsempfang im Kasch saßen Sozialdemokraten und Gäste an festlich eingedeckten Tischen zusammen.
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Beim SPD-Neujahrsempfang im Kasch saßen Sozialdemokraten und Gäste an festlich eingedeckten Tischen zusammen.

Achim – „Die Europawahl am 26. Mai müssen wir sehr ernst nehmen“, mahnte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil am Schluss seiner Rede auf dem Neujahrsempfang der SPD Achim. Denn die AfD und andere rechte und populistische Parteien auf dem Kontinent „wollen Europa kaputt machen. Da dürfen die Wahlberechtigten nicht auf dem Sofa sitzenbleiben“.

Der prominente Gast aus der Bundespolitik war gestern im vollen Saal des Kasch, wo Sozialdemokraten aus dem ganzen Landkreis und viele Vertreter des öffentlichen Lebens in Achim an festlich eingedeckten Tischen zusammensaßen, der Hauptredner. Zuvor hatte der Achimer SPD-Chef Wilfried Hirschmann die Gäste, darunter Ehrenbürgermeister Christoph Rippich, begrüßt. Grußbotschaften sprachen Reiner Aucamp in Vertretung von Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Helmut Prossner, zweiter stellvertretender Landrat. Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth verwies auf Errungenschaften der rot-schwarzen Landesregierung unter Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wie die Befreiuung von den Kita-Gebühren. Zwischendurch unterhielt der Shantychor Bremen-Mahndorf das Publikum.

Er übe das Amt als Generalsekretär der „ältesten Partei Europas“ hochmotiviert aus, begann Klingbeil seine Rede, auch wenn sich die SPD zweifellos in einer schwierigen Lage befinde. Raus aus der Regierung mit der Union? „Die Mehrheit unserer Mitglieder hat entschieden, darin mitzuarbeiten“, erinnerte der Soltauer. „Wir müssen aufhören, darüber zu diskutieren.“

Überhaupt wandte er sich gegen Schwarzfärberei. „Wir leben doch in unserem Land in rechtlich und wirtschaftlich sicheren Verhältnissen“, stellte Klingbeil fest. Das sei in weiten Teilen der Welt keineswegs selbstverständlich, „auch nicht mehr in den USA, erst recht nicht in China“.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil war der Hauptredner im Saal.

Verantwortung, Stabilität und Zusammenhalt bezeichnete der 40-Jährige als grundlegende Säulen für die Gesellschaft. Werte, die es zu pflegen und zu verteidigen gelte.

Immer mehr Leute fühlten sich durch den rasanten Wandel abgehängt und suchten oft nach einfachen Antworten, die ihnen dann Gauland oder Trump bescherten, räumte Klingbeil ein, der sich als Anhänger von Gerhard Schröders Politik bekannte. Denn der Slogan des früheren SPD-Bundeskanzlers „Innovation und Gerechtigkeit“ sei erfolgreich gewesen. „Keiner der beiden Pole darf sich durchsetzen, Kompromisse sind ein wertvolles Gut“, lautete Klingbeils Botschaft.

Er benannte drei Aufgaben, die aus seiner Sicht in naher Zukunft obenan stehen. „Wir müssen in der digitalen Entwicklung viel schneller werden, auch an jeder Milchkanne“, stichelte er in Anspielung auf die Position von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Aber auch ein starker Sozialstaat sei vonnöten, und da lege sich die SPD unter anderem für Langzeitarbeitslose, von Armut betroffene Kinder und Rentner ins Zeug. Als drittes Thema sprach Klingbeil den Klimawandel an. „Wir müssen schnell raus aus der Kohle und dabei aber für Ersatzarbeitsplätze in den Revieren sorgen.“

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