SPD-Fraktion bei Firma Polo Filter Technik Bremen in Uphusen: Familiäres Unternehmen baut fast alle Anlagen vor Ort

Planung und Fertigung unter einem Dach

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Die SPD-Delegation lässt sich einen Filter von Geschäftsführer Lutz Funk-Dinglinger (vorne rechts) erklären.

Uphusen - „Kontakte zu den in Achim angesiedelten Betrieben sind wichtig für die Entscheidungsträger vor Ort“, wählte Hans-Jürgen Wächter (SPD) seine Einstiegsworte beim Besuch der Firma Polo Filter Technik Bremen GmbH. Ein Unternehmen, das in Achim als Familienbetrieb bestens bekannt sei, so Achims Ratsvorsitzender weiter. Geschäftsführer Lutz Funk-Dinglinger stellte den Betrieb einer SPD-Delegation, die von Bürgermeister Rainer Ditzfeld begleitet wurde, ausführlich vor.

„Unsere Produkte unterscheiden sich leider nicht von anderen Herstellern, so dass wir uns vom Wettbewerb anders abgrenzen müssen. Dies gelingt uns besser als kleines, flexibles, Familienunternehmen als den meist größeren Mitbewerbern“, führte Lutz Funk-Dinglinger aus.

Service, Dienstleistungen und Hilfsbereitschaft hätten bei Polo kurze Wege. Dem Kunden werde sofort geholfen. So dass die Produktionssicherheit für den Kunden gewährleistet sei. „Unser Markenzeichen ist die Pünktlichkeit. Mit einer Niederlassung in Ravensburg bedienen wir seit 2004 den süddeutschen Raum, Österreich und die Schweiz“, fasste der Geschäftsführer die Position des Unternehmens zusammen.

„Wir fertigen bis auf die Pumpen, die zugeliefert werden, alle Filter selbst. Sofern Fremdfertigung erforderlich wird, so belassen wir diese Arbeit in der Region. Die Planung der Filter wird komplett hier im Hause gemacht“, erfährt die Delegation von dem Geschäftsführer.

„Das Krisenjahr 2009 haben wir ohne Entlassungen überwunden“, betont Funk-Dinglinger. Auch die drei Standorte vor Ort seien gegenüber früher schon besser. Lutz Funk-Dinglinger findet die jetzige Situation vollkommen in Ordnung. Er würde bei einer Neukonzeption oder einem Neubau aber einiges optimieren, da

Menschliches wird im

Betrieb abgestimmt

die Kapazitätsgrenzen erreicht seien. „Diese Planung ist von vielen Faktoren abhängig, aber Achim könnte eine Option sein“, so Funk-Dinglinger.

Hans-Jürgen Wächter wollte wissen, ob der Dräxlmaier-Standort in Uesen eine Option sein könnte. Das Gelände ist, laut Funk-Dinglinger, zu groß. Zumal der Standort Uphusen noch Erweiterungsmöglichkeiten biete.

Petra Geisler fragte, welche beruflichen Qualifikationen die Mitarbeiter haben. Polo beschäftigt Mechatroniker, Elektriker, Schweißer und Dreher. Außerdem Ingenieure, Elektromeister, Kaufleute und Lageristen. „Wir haben bis jetzt immer gutes und qualifiziertes Personal bekommen. Das hängt auch damit zusammen, dass wir die neuen Medien zur Unternehmensdarstellung nutzen und Menschliches im Betrieb abgestimmt wird. Der Betrieb muss auch etwas bieten“, erklärte Geschäftsführer Funk-Dinglinger.

Walter Rau fragte, wo die Filter eingesetzt werden und zu welchem Zweck. „Unsere Kunden sind Endnutzer wie Stelter Zahnradfabrik in Bassum, Focke Verpackungsmaschinen in Verden oder Pumpenfabrik Behrens hier vor Ort.“

Internetanbindung

verbesserungswürdig

Bei der Metallverarbeitung werde Kühlschmierstoff benötigt. Dieser Kühlschmierstoff werde bei der Produktion verunreinigt und müsse gereinigt werden. Dadurch erhöhe sich die Lebensdauer des Kühlschmierstoffes und, was noch wichtiger sei: „Die Gesundheitsgefährdung der Mitarbeiter wird reduziert“, erläutert der Geschäftsführer.

Ein Anliegen gegenüber der Politik äußerte Lutz Funk-Dinglinger abschließend: Die Internetanbindung sei sehr schlecht. Das Problem könne nur gelöst werden, indem man mit hohem Kostenaufwand eine eigene Lösung herbeiführe. Er empfindet dies als ein großes Manko, denn ohne eine vernünftige Internetanbindung könne heutzutage kein Betrieb mehr funktionieren. „In einem Industriegebiet sind Internet und Telefon ein Muss“, formulierte er.

Er sprach auch die schwierige Lage im Gewerbegebiet entlang der Uphuser Heerstraße an. Dies mache sich vor allem bei der Ein- und Ausfahrt, die verkehrsbedingt sehr lange dauert, bemerkbar. Ein großes Problem, das die Attraktivität des Unternehmens in Frage stelle. Mitarbeiter seien bis zu 45 Minuten länger unterwegs, beklagte Lutz Funk-Dinglinger die Geschäftslage.

Bürgermeister Rainer Ditzfeld versprach, diese Situation zu überdenken. Zudem fragte er nach, ob es vorstellbar sei, das Unternehmen nach Fertigstellung der Anschlussstelle Achim-West auf die andere Seite der A1 umziehen zu lassen. Diese Möglichkeit ziehe man in Betracht, äußerte Lutz Funk-Dinglinger.

Achims Ratsvorsitzender Hans-Jürgen Wächter dankte für die ausführlichen Informationen über das innovative, familiäre Unternehmen und wünschte weiteren wirtschaftlichen Erfolg.

hem

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