Spaß, Balance und Konzentration

„Freibad-Olympiade“ der Stadt Achim gut angenommen

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Wer seine „Aufgaben“ erfüllt hatte, konnte sich im Wasser abkühlen. Im Nichtschwimmerbecken standen Wasserbälle hoch im Kurs.

Achim - „Das war gar nicht schwer“, stellt die achtjährige Leni fest als sie von der wackligen Slack-Line hinabsteigt und wieder festen Boden unter den Füßen hat. Mit ihrem Kumpel und Klassenkameraden Max (9) nahm sie gestern an der „Freibad-Olympiade“ teil. Der Spaßwettbewerb, organisiert von Mitarbeitern der Stadt Achim und Achimer Vereinen, läutete gestern die Sommerferien ein. Nach dem Motto „School's Out“ (Die Schule ist vorbei) waren Kinder und Jugendliche bereits im dritten Jahr für kleines Geld ins Freibad eingeladen.

26 Gruppen, jeweils mit zwei bis vier Teilnehmern im Alter von sieben bis 18 Jahren, hatten sich bis zum späten Nachmittag bereits angemeldet. „Es waren etwa 65 Teilnehmer. Gleich viel – positiv – wie in den Jahren zuvor“, sagt Gesa Kaemena, die im Rathaus für den Bereich Kinder und Jugend zuständig ist. Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit betrifft die jährliche Organisation des Ferienspaßes.

Kurzweilige Ablenkung zum Ferienstart

Diesmal konnte man an zwölf Stationen ihr Geschick ausprobieren, darunter Wikinger Schach (Stadt Achim), Volleyball (TV Baden), Sackhüpfen (Freibad) oder Frisbee (Manfred Blank vom TSV Achim). „Die Aufgaben sollen nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Es geht ja nur um eine kurzweilige Ablenkung, einen netten Start in die Ferien“, so Kaemena.

Während der zehnjährige Nicolai mit dem Lichtpunktgewehr sein Ziel anvisiert, wartet Kim (sitzend, 3.v.l.), bis sie an der Reihe ist. Fabian Zwilling, Jugendleiter des SV Baden, leitete die Station zusammen mit seinem Vater Ulf an.

Am Ende erhält jede Gruppe einen kleinen Preis, Süßes etwa oder einen Gutschein für die Ferien-Abschlussparty mit der DLRG. Daneben waren eine Hüpfburg und das Toby-Spielmobil aufgebaut. Und die Abkühlung war im Schwimmer- oder Nichtschwimmerbereich des Freibads auch kein Problem.

„Rauschbrille“ greift spielerisch ernste Themen auf

Leni hangelt sich mühelos über die Slack-Line.

Spielerisch auf Suchtgefahren aufmerksam machen wollte die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention mit ihrer „Rauschbrille“. Während die Jüngeren sich auf der Slack-Line tummeln durften, konnten Kinder ab zwölf Jahren die sichtverzerrende Brille aufprobieren und damit einen Hütchen-Parcours passieren. „Natürlich wollen wir auch auf die Gefahren aufmerksam machen. Mit 13, 14 Jahren ist das schon ein Thema. Die haben dann meist schon mal am Bier genippt“, sagt Daniela Papazoglu, Fachkraft für Suchtprävention aus Achim.

Erstmals vertreten war auch der Schützenverein Baden. Mit dem Lichtpunktgewehr und der „Falltaube“ am Schürchen konnten die Teilnehmer unter Anleitung „Zielen, punkten und gewinnen“. Laut Ulf Zwilling, zweiter Vorsitzender des SV Baden, betreiben die Schützen Hochleistungssport. „Beim Schießsport lernt man Konzentration und Ruhe. Und gerade das ist es, was vielen Kindern mit Smartphone und Co. heute fehlt.“ Leonie trifft gleich mit dem ersten Schuss Teiler 10, also fast ins „Schwarze“. Was die Zwölfjährige überrascht, denn sie fand sich selber beim Zielen ein „bisschen zappelig“. Ihre Team-Kollegin Kim (11) freut sich ganz besonders auf die Ferien: „Ich hab' nämlich in drei Tagen Geburtstag.“ Das Ausflugsziel für die Feier steht auch schon fest: Es geht gemeinsam ins Freibad.

ldu

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