„Souly“ liefert im ausverkauften Kasch ein bemerkenswertes Konzert ab

Am Ende jedoch ist Friede und Freude

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Stetig im Wandel und bestimmt auch darum immer wieder neu und gut: „Souly“.

Achim - „Souly“ überwindet Altersgrenzen. Einen neuerlich Beweis dafür lieferte am Samstagabend ein Konzert im ausverkauften großen Saal des Kulturhauses Alter Schützenhof (Kasch). „Souly“ ist ein musikalisches Projekt, in dem Profi-Musiker und Nachwuchsbegabungen zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit ist geprägt von stilistischer Offenheit. Zum ursprünglichen Soul sind mit den Jahren Jazz, Gospel und Pop hinzugekommen.

„Souly“ befindet sich in einem immerwährenden Erneuerungsprozess, weil beispielsweise nach der Schulzeit Mitglieder die Gruppe verlassen und neue Talente sie ersetzen. Dieser stetige Wandel wirkt belebend. Anfänglich trat „Souly“ nur im Landkreis Verden auf. Längst wird die Gruppe aus Sängerinnen und Instrumentalisten für Konzerte in Großstädten wie Bremen und Hamburg gebucht oder begeistert mit kleiner Besetzung bei Familienfeiern, Firmenfesten oder Gottesdiensten.

Zum Repertoire von „Souly“ gehören Klassiker aus Rock, Pop, Disco und Jazz, aktuelle Titel, die es bis in die Spitze der Charts geschafft haben und Interpreten, die noch und völlig unverständlich aus der zweiten Reihe agieren. Zu letzterer Kategorie zählt Laith Al-Deen. Eine großartige Stimme und ein paar Achtungserfolge trugen bislang wenig dazu bei, den Sänger iranischer Abstammung einem breiteren Publikum bekannt zu machen. Ganz zu unrecht. Denn Al-Deens Titel „Keine wie du“ ist erstklassiger deutscher Pop. Über einen Mangel an Bekanntheit können Künstler wie die „Pointers Sisters“, Alicia Keys, „Earth, Wind & Fire“ oder Sonny Rollins nicht klagen.

Gleiches gilt für Ike und Tina Turner, die mit „River deep, Mountain high“ den künstlerischen Durchbruch schafften. Weiterhin im Konzertprogramm: „Africa“ von „Toto“ ist eine Aufforderung, hungernden Kindern endlich Nahrung zu geben, „What is this feeling“ ein Stück aus dem Musical „Wicked - die Hexen von Oz“, das zwei Protagonisten Gelegenheit bietet, ihre Antipathie gesanglich auszutragen.

und ein Übergang gefunden zu Rihanna, Michael Jackson, Herbie Hancock oder dem komponierenden Berserker der siebziger und achtziger Jahre, Stevie Wonder. Vielen war und ist Wonder musikalisches Vorbild. Als solches hat er sein Talent und seine Überzeugungskraft immer auch für politische und soziale Anliegen genutzt.

„Souly“ gelang ein bemerkenswertes Konzert. Frisch im Vortrag und in der Moderation. Dafür gab es vom Publikum - Familie, Freunde, Fans - sehr viel Beifall. Darin schwang mit die nonverbale Aufforderung, den eingeschlagenen musikalischen Weg unbedingt weiter zu beschreiten.

häg

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