Die Sonne und die vielen Besucher strahlten

Maibaumfest und Vereinsbörse in der Innenstadt waren Volltreffer

Mit maritimen Weisen grüßte der Shantychor Oyten am Vorabend des Wonnemonats.

Achim - Bei der Terminierung des Achimer Maibaumfestes hatten die Stadt, die städtischen Vereine und die Unternehmergemeinschaft als Veranstalter ein glückliches Händchen.

Schon einige Tage vor dem 30. April hatten die Meteorologen verraten, dass der Sonntag wettermäßig der schönste Tag des verlängerten Wochenendes werden würde. Deshalb sah das Publikum am Himmel nicht nur eine strahlende Sonne, sondern rund um den Maibaum, der am Mittag vom THW aufgestellt worden war, sah man auch ebensolche Gesichter.

Früh übt sich, was ein Bernhard Langer werden will.

Dieses Maibaumfest samt Flohmarkt war das zweite seiner Art. Schon im Vorjahr hatte ein verkaufsoffener Sonntag den Geschäftsinhabern in der Innenstadt gute Umsätze beschert. Diesmal bot das Fest zudem etlichen Vereinen und Einrichtungen Gelegenheit, sich bei der Vereinsbörse zu präsentieren. Die Folge: Schon zur Mittagszeit ein belebtes Stadtzentrum.

Ditzfeld verspricht, dass Maibaumfeste eine Zukunft in Achim haben

Eröffnet wurde das Maibaumfest von Bürgermeister Rainer Ditzfeld. Er freute sich, dass „die Wetterleute Wort gehalten haben“, und versprach für die kommenden Jahre vergleichbare Maibaumfeste, die Einkaufsvergnügen, Vereinspräsentationen und Unterhaltung miteinander kombinieren.

Für Letzteres war unter anderem der Shanty-Chor Oyten zuständig. Mit ihrem Leiter Anton Lambertus intonierte das Ensemble maritime Klassiker wie „Nimm mich mit Kapitän“, „Hamborger Veermaster“ „Wir lieben die Stürme“ oder auch „Rum aus Hawai“. Direkt vor dem Gebäude der Sparkasse wurden die Klingen gekreuzt. Auf einem abgesperrten Areal zeigten die Winkelfechter, die im TSV Uesen organisiert sind, mittelalterliche Kampfkünste. „Die“, so Winkelfechter Ralf Denker, „sind unter ästhetischen Gesichtspunkten absolut vergleichbar mit asiatischen Kampfarten.“ Wem allerdings bei dieser Art des Schwertkampfes lange Passagen in Mantel-und-Degen-Filmen in den Sinn kommen, liegt falsch: „Ernsthafte Gefechte dauerten häufig nur drei Sekunden und niemals länger als 18 Sekunden“, erklärt Denker. Mehr Zeit brauchte es nicht, einen der Kämpfer zu töten oder schwer zu verletzen.

Keine Festschlägerei, sondern mittelalterliche Kampfkunst.

Die Winkelfechter haben sich im Rahmen der Brauchtumspflege zum Ziel gesetzt, die alten fast vergessenen Kampfkünste des feudalen Europa wiederzubeleben. Mitstreiter sind dabei willkommen. Trainiert wird donnerstags von 18 bis 20 Uhr im Vereinsheim des TSV Uesen an der Worpsweder Straße.

„Grönfingers“ wollen mit Blumen- und Pflanzendeko das Wir-Gefühl stärken

Ein eher blumiges Anliegen hingegen verfolgen die „Grönfingers“ Gerhild Schröder, Lene Niemeyer und Helmut Aucamp. Ihnen liegt das Erscheinungsbild Achims am Herzen. Deswegen schmücken sie gerne die Innenstadt. In diesen Tagen mit Birkensträuchern, die regelmäßig frisches Wasser erhalten. „Wir wollen mit unseren Aktionen das Wir-Gefühl in Achim stärken“, sagt Gerhild Schröder. Nicht allen ist das wichtig. Gar nicht so selten werde Blumenschmuck entwendet oder zerstört. Darauf gebe es nur eine Reaktion: „Beharrliches Weitermachen“, sagt Gerhild Schröder.

Auf der Vereinsbörse im Rahmen des Maibaumfestes präsentierten sich weiterhin Vereine wie terre des hommes, der Golfclub, die Achimer Tafel, der Pfadfinderstamm der Wikinger, der Kunstverein, die DLRG und das DRK, der Imkerverein, die Slot-Freunde und andere. Das fünfstündige Programm rundeten diverse kulinarische Angebote ab.

Der Mai konnte kommen.

häg

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