„2024 wäre zu spät für Baden“

Es soll schneller gehen mit den vielen neuen Kita-Plätzen

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Statt Containern die qualitativ höherwertige und dennoch kostensparende Modulbauweise wie bei der neuen Kita „Himmelsstürmer“ an der Halleschen Straße regte der Achimer Stadtplanungs-Chef Steffen Zorn auch zur Schaffung weiterer, dringend benötigter Kita-Gruppenräume im Bereich der Stadt jetzt an. - Foto: Laue

Achim - Nicht 2024, sondern schon 2020: Schneller als von der Verwaltung geplant soll es vorangehen mit der Schaffung zusätzlicher Kindertagesstätten- und auch Grundschulplätzen in Achim.

Jedenfalls fand ein SPD-Antrag im Schul- und Sozialausschuss einhellige Zustimmung wonach die bisher zeitlich gestaffelten Vorhaben möglichst komplett bis Sommer 2020 zu verwirklichen sind. Ein Warnruf kam prompt vom städtischen Kämmerer Peter Hollwedel.

Ebenfalls ohne Gegenstimme waren die drei Projekte in den gemeinsam tagenden Ausschüssen zuvor befürwortet worden:

> Zunächst Erweiterung der Kindertagesstätte Uesen-Osterfeld an der Heinrich-Laakmann-Straße 10 um Räume für drei Gruppen, mit Betriebsbeginn im Sommer 2020;

> Neubau und Umnutzung von stadteigenen Gebäuden in Baden, um den aktuellen dortigen Bedarf an Kita- und Schulplätzen abzudecken, bis 2024;

> Erweiterung der Kindertagesstätte Bierden auf dem Grundschulgelände um drei Gruppen in frei werdenden Räumen nach dem Bau des dortigen Ganztagsschul-Traktes, Betriebsbeginn Sommer 2022;

> Sanierung und Erhalt des Gebäudes der Kindertagesstätte Embsen, voraussichtliche Gesamtkosten 190 000 Euro, aus dem Nachtragshaushalt 2018 zu finanzieren.

Wegen des dringenden Bedarfs in Baden dürften die Vorhaben dort auf keinen Fall bis 2024 verschoben werden, monierte Michael Pahl (SPD) ebenso wie der Badener Christdemokrat Karl-Heinz Lichter.

Bei der Prüfung, ob alles schon bis 2020 machbar ist, solle auch eine Planungsvergabe an private Dienstleister mit überlegt werden, meint Michael Pahl. Lichter regte an, auch über kurzfristige „Containerlösungen“ nachzudenken.

Über zehn Millionen Euro würden die Vorhaben alles in allem kosten, und jährlich sei Folgekosten von knapp zwei Millionen zu rechnen, merkte SPD-Fraktionschef Herfried Meyer an. Das könne die Stadt Achim allein niemals leisten.

Zehn Millionen müssen erarbeitet werden

Daher müsse erkundet werden, ob nicht der Landkreis hier vor dem Hintergrund seiner stark gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen doch wieder mit einer Investitionsförderung mit einspringe.

Damit die Räume nicht leerstehen, regte Ingo Müller (FDP) an, bei der Personalbesetzung auch private Initiativen samt der Tageseltern mit einzubinden.

Kämmerer Hollwedel goss Wasser in den Wein und wies auf die seit Jahren Zigmillionen schweren Achimer Ausgaben im Kindergarten- und Schulbereich hin. 9,7 Millionen seien es im vorigen, acht Millionen Euro im laufenden, im 2018er Haushalt neun und 2019 rund 19 Millionen.

Diese Summen müssten erst mal erarbeitet und dazu Folgekosten berücksichtigt werden. Die Stadt stoße hier schnell an finanzielle Grenzen, und eine Ausgabenwarnung der zuständigen Landkreis-Aufsicht habe es ja schon gegeben.

Zudem sei es utopisch, die Planung bis 2020 für alles mit dem jetzigen Personal der Verwaltung ohne Neueinstellungen oder Einschalten teurer Fremdfirmen zu bewältigen.

Auch Steffen Zorn,Leiter der städtischen Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, plädierte für zeitliche Staffelung bis 2024. Mit den Stichworten „Freibad“, „Feuerwehrhaus Baden“ und „IGS) erinnerte er außerdem an weitere große Projekte, die erhebliche Summen erfordern. - la

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