Soiltec-Cup: Jugendliche Fußballer mit Handicap legen sich für ihr Team ins Zeug

Inklusion und Fairness noch wichtiger als Tore und Siege

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Finley war der starke Rückhalt seines Achimer Teams.

Achim - Die Spielanalyse von Finley war zutreffend: „Unsere Abwehr stand gut.“ Und vorne trafen die Angreifer. Das alleine allerdings hätte nicht zum Sieg gegen Werder Bremen gereicht. Dafür brauchte es schon einen erstklassigen Torhüter. So einen wie Finley.

Der Elfjährige hatte sich beherzt vor einschussbereite Werderaner geworfen oder die Bälle sicher aus der Luft gegriffen. Alles, was er tat, hatte Hand und Fuß. Sogar die Spieleröffnung. Dafür gab es Lob von vielen Seiten. Nicht zuletzt von Trainern gegnerischer Mannschaften.

Finley war Rückhalt eines Achimer Teams, das am Sonnabend in der Sporthalle des Cato-Bontjes-van- Beek-Gymnasiums um den Soiltec-Cup kämpfte. Der Soiltec-Cup ist ein fast schon traditionelles Turnier für jugendliche Fußballer mit Handicap. Diesmal nahmen daran teil: TuS Neuenkirchen, OSC Bremerhaven, VSK Osterholz-Scharmbeck (Pokalverteidiger), zwei Teams des SV Eichede, SV Werder Bremen sowie zwei Mannschaften des Gastgebers TSV Achim.

Gespielt wurden jeweils zwölf Minuten. Zu einer Mannschaft gehörten der Torwart und fünf Feldspieler. In nicht ganz so starken Teams kamen auch schon mal mehr Akteure zum Einsatz. Das kümmerte niemanden. Denn im Vordergrund standen Inklusion und Fairness, weniger der unbedingte Sieg. Deswegen hatten die Schiedsrichter leichtes Spiel. Zwar wurde wie auf allen Fußballfeldern auch hier gemeckert, was souveräne Schiris ohnehin nicht interessiert, aber absichtliche Fouls? Fehlanzeige.

Nach der Vorrunde spielten die in den beiden Gruppen entsprechend platzierten Teams jeweils „über Kreuz“. Die jeweiligen Sieger spielten dann um Platz 7, Platz 5, Platz 3 und Platz 1. Jedes Team kam so auf fünf Turnierspiele. Bei der Siegerehrung durch Kerstin Birkenfeld, Ehefrau des Inhabers der Achimer Firma Soiltec, Thomas Birkenfeld, wurden nicht nur die Mannschaften geehrt – alle Teilnehmer erhielten Medaillen –, sondern auch herausragende Einzelspieler. Der beste Torwart und der beste Torschütze konnten sich über einen Pokal freuen.

Der Titelverteidiger VSK Osterholz holte erneut den Cup. Auf dem zweiten Platze landete TuS Neuenkirchen, auf dem dritten SV Eichede. Die weiteren Platzierungen: 4. SV Eichede 2, 5. OSC Bremerhaven, 6. TSV Achim, 7. Werder Bremen, 8. TSV Achim 2.

Torschützenkönig mit sechs Treffern wurde Pascal Ratinger, den besten Torhüter stellte der OSC Bremerhaven. Finley vom TSV Achim hatte das große Pech, dass er sich im vorletzten Spiel bei einer Rettungsaktion verletzte.

häg

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