Publikum feiert auch Achimer Vorgruppe sehr

Sogar Lichtshow ist echt „Supertramp“

Sehr viel Beifall erhielt auch die Piet Gorecki Band aus Achim im Vorprogramm. - Fotos: Hägermann

Achim - Von Bernd Hägermann. Es gibt eine ganze Reihe von Tribute-Bands. Solche, die den Beatles huldigen, den Stones, Genesis, Pink Floyd, Fleetwood Mac oder anderen. Es gibt gute und schlechte Nachahmer. Mitentscheidend für gut oder weniger ist neben dem akustischen Erlebnis das visuelle. Sonst täte es auch die Musikauswahl auf dem Smartphone oder das Hören in den eigenen vier Wänden.

Am Samstagabend war „Century´s Crime – the Supertramp Tribute Show“ zu Gast in Achim. Konzertiert wurde in der Aula des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums. Gekommen waren etliche Fans.

Eröffnet wurde der Abend vom „Piet Gorecki Quartett“. Ihm gehören an: Der Namensgeber, Milroy Peter, Michael Körbs und Till Simon. Diese Band ist gewissermaßen der musikalische Gegenentwurf zu „Supertramp“. Nicht das übervolle Klangvolumen der 70er und 80er Jahre kennzeichnen das Spiel des Quartetts, sondern Anleihen aus dem Jazz.

Gorecki besingt zwischenzeitlich abgerissene Künstler, die knapp bei Kasse sind, aber sich ihre Wunschgitarre doch gönnen, sowie „Anna“, seine Traumfrau, keine Schönheit, kein Genie, aber „man weiß ja nie“. Die Band lässt das Publikum teilhaben an der Leere nach einem Konzert, wenn das schmeichelnde Licht weg ist und die Bühnenkleidung abgelegt, oder das Suchen nach neuen Herausforderungen: „The work is done“. Die Lokalmatadoren erhielten für ihr musikalisches Vorprogramm sehr viel Beifall.

Auch der Keyboarder von „Centurys Crime“ sieht wie original „Supertramp“ aus. Dabei kommt er mitten aus Köln.

Nach der Pause, in der die Supertramp-Fans sich mit Rot- und Weißwein versorgten, kam „Century´s Crime“ gleich zur Sache. Nicht ohne zuvor das besondere Datum ihres Achimer Auftritts zu würdigen. Die Band, die sich nach dem unstrittig besten Album von „Supertramp“ benannt hat, kommt aus einer der Karnevalshochburgen, Ihr Keyboarder sogar direkt aus der Mitte Kölns: „Wir sind ganz froh, heute im hohen Norden zu sein, wo sich die Anzahl der Pappnasen in Grenzen hält und keine Narrhalla-Märsche gespielt werden.“

Stattdessen das Repertoire aus der klassischen Phase von „Supertramp“, die von 1974 bis 1983 dauerte. Dazu gehören Titel wie „Dreamer“, Breakfast in America“ oder „Crime of the Century“. Geprägt wurden die Stücke von der Blues-orientierten Stimme Rick Davies‘ und der Falsettstimme von Roger Hodgson.

Den Tribute-Musikern von „Century´s Crime“ gelangen bei ihrer farbintensiven Bühnenshow in der Cato-Aula bemerkenswerte Übereinstimmungen mit dem Original. Die Zuhörer, in den Stuhlreihen zu tänzerischer Abstinenz verdammt, honorierten es immer wieder mit begeistertem Beifall.

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