Sogar eine Drohne im Angebot

Fundsachenversteigerung im Rathaus bietet viele Schnäppchen

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Henriette und Jakob Deter vor dem riesigen zweirädrigen Fuhrpark im Rathaus. 

Achim - Der Plan von Henriette und Jakob Deter aus Langwedel war klar. Der wichtigste Teil diese Plans war Mutter Bettina. Sie hatte das Geld und wollte davon am Samstag auf der Fundsachen-Versteigerung im Achimer Rathaus möglichst wenig ausgeben. Für die beiden 16-jährigen gesucht wurden Fahrräder für die Fahrt zum Bahnhof. Von dort geht es morgens mit dem Zug zur Schule und mittags wieder zurück. Henriette besucht das Cato-Gymnasium in Achim, Jakob das Dom-Gymnasium in Verden. Von der Versteigerung hatte das Trio in der Zeitung gelesen. Bei der Auktion galt es, mit geringem finanziellen Aufwand ein Fahrrad zu ergattern, dessen Verlust im Falle eines Diebstahl nicht allzu schwer wiegt. Die Deters waren früh ins Rathaus gekommen.

Bei städtischen Fundsachen-Versteigerungen ist es fast genauso wie bei großen Auktionen. Der Kundige sortiert früh das Angebot, um im richtigen Moment zu bieten. Andernfalls könnten die besten Stücke vor der Nase weggeschnappt werden. So war es nicht verwunderlich, dass am Samstagvormittag die „Profis“ zeitig ins Rathaus gekommen waren. Sie guckten hier, guckten da und entwarfen ihre persönlichen Strategien. Herbert Jäger war ebenfalls zeitig vor Ort und hielt nach brauchbaren Ersatzteilen Ausschau. Er wurde schnell fündig. Als Auktionatorin Myriam-Yasmin Schulz ein Kinderfahrrad für zehn Euro anbot, hob Jäger schnell die Hand. Er war der einzige Bieter und erhielt den Zuschlag.

Zehn Euro war nicht die Preisklasse von Tom-Luca Schulz. Der junge Mann war das erste Mal auf einer Fundsachen-Versteigerung. Während auch er ein Fahrrad suchte und dafür bereit war, ein Vielfaches von zehn Euro zu zahlen, war Gabriele Eggert mit ihrem Enkel Adrian, bei den Kleinwaren zugange. Als sie einen Akkuschrauber entdeckte, nahm sie Blickkontakt auf mit ihrem Ehemann. Der zeigte sich interessiert. Andere Besucher der Versteigerung kultivierten ihr vermeintliches Desinteresse. Dafür lehnten sie sich lässig an Wände oder Geländer und vergruben ihre Hände tief in den Hosentaschen.

Wenn der Hammer fällt. Jasmin Waller, Myriam-Yasmin Schulz und Sandra Huß vergeben den Zuschlag.

Im Vorfeld einer städtischen Fundsachen-Versteigerung ist viel Arbeit. In diesem Fall vor allem für Jasmin Waller, Sandra Huß und Myriam-Yasmin Schulz. Sie sind das Organisations-Team. Dazu gehört noch Klaus Uellendahl. Er hatte die körperliche Arbeit zu verrichten. 80 Fahrräder zu präsentieren ist kein Pappenstiel. Weiter im Angebot: Bekleidung, Golftaschen, Spanngurte, elektrische Zahnbürsten, USB-Sticks, ein Wanderhut. Insgesamt kamen 150 Teile unter den Hammer. Darunter auch eine Drohne. Vermutlich abgestürzt, aber noch gut erhalten. 

häg

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