Sie sind alt, ortsbildprägend, aber oft durch Pilze zerstört und drohen zu kippen

Mehr als 60 städtische Bäume werden gefällt

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Alle Rettungsmaßnahmen haben nichts genützt.

Achim - Kaum können die Männer vom Bauhof beim Winterdienst wahrscheinlich verschnaufen, da rückt schon die nächste größere Aufgabe heran: Bis zum erlaubten Zeitraum Ende Februar gilt es, kranke, die Verkehrssicherheit und die Menschen gefährdende städtische Bäume zu fällen. In diesem Jahr sind das gleich mehr als 60, wie gestern Steffen Zorn, Chef der Grundstück- und-Gebäude-Gesellschaft Achim, sowie Heiko Haase und Daniel von Salzen, Chef und Vizechef des Achimer Bauhofs erläuterten. Bei insgesamt 6500 Städtischen Bäumen etwa ein Prozent.

Es handelt sich in fast allen Fällen um sehr alte und die Ortsbilder prägende Bäume. Sicher schade ist es so um die drei Buchen und die eine Ulme an der Kreismusikschule in Achim, die älter als 100 Jahre sind, aber von Pilzen befallen sind und zerfressen werden.

Pilzbefall liegt auch vor bei der mächtigen Eiche am Bollener Deich, die schon das Jahrhundert überschritten hat und auf den Boden zu krachen droht. Zwei Eschen an der Park-and-ride-Anlage am Badener Bahnhof, 40 Robinien an der Mühlenstraße und drei Eichen an der Ueser Schule haben ebenfalls Pilze zugesetzt. Die Bäume sollen kontrolliert und ohne Unglück fallen.

Bei den Eichen an der Schule wie auch bei der Kastanie am Schmiedeberg vor der Einfahrt zur Tiefgarage Marktpassage haben baumchirurgische und baumerhaltende Maßnahmen der letzten Jahre nichts mehr genutzt. Die Kastanie ist bakteriell erkrankt.

Natürlich lässt sich nachträglich noch trefflich streiten, ob Bäume am Schmiedeberg oder am Badener Bahnhof zum Beispiel erst nach der starken Versiegelung in ihrem Umfeld erkrankt sind. An der notwendigen Fällaktion jetzt aus Sicherheitsgründen wird das nichts mehr ändern.

Drei Ahorne auf dem Badener Friedhof, eine Eiche und eine Buche im Düringschen Park in Baden stehen ebenfalls nicht mehr sicher und werden Opfer der Motorsäge werden.

Die Stadt hat sich die Entscheidungen nicht leicht gemacht und bei allen genannten Bäumen Gutachter zu Rate gezogen.

Für alle Bäume werden neue gepflanzt, wobei es natürlich 100 Jahre und mehr dauern wird, bis ein Bäumchen einen der Veteranen ersetzen kann.

mb

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