Silvia Lauer-Schulz zeigt Bilder und Fotografien in der Volksbank Achim

„Ich grabe durch die Farben wie ein Wurm durch Erde“

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Für ein gutes Bild müssen Farben und Licht stimmen, findet Silvia Lauer-Schulz.

Achim - Von Bernd Hägermann. Wer oder was „rund laufen“ will, meidet besser das eckig Sperrige. Silvia Lauer-Schulz, deren Ausstellung unter diesem Titel am Donnerstagabend in der Bremischen Volksbank Achim eröffnet wurde, entspricht mit ihren Werken der Regel.

Ihre Arbeiten – Acryl auf Leinwand, Aquarell, Bleistift auf Papier und Fotografien – sind Versuche, ein proportionales Gleichgewicht mit Spannungsverläufen zwischen den einzelnen Bildelementen zu erhalten. Zur Ausstellung sprach die Künstlerin selbst und berief sich für die Titelfindung und ihre Art, künstlerisch zu arbeiten, auf große Denker wie Heraklit, Aristoteles oder, in abgewandelter Form, auf Descartes: „Ich male, also bin ich.“

Nämlich als Künstlerin eine abstrakte Expressionistin und Konstruktivistin, die sich bei der Komposition fast immer am „Goldenen Schnitt“ orientiert und erklärt: „Das Licht will gemalt sein.“ Und weil das Licht ein flüchtiges Phänomen ist, ist häufig schnelles Arbeiten geboten, um mit wenigen Pinselschwüngen die Bilder „locker und leicht“ wirken zu lassen. Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien hingegen sind traditionell mit langer Belichtungszeit und/oder mit bewegter Kamera aufgenommen. Das Ergebnis sind kleine Bildbereiche mit Kernschärfe und größere in Unschärfe.

Lauer-Schulz, in Trier geboren und heute in Syke lebend, ist ausgebildete Fotografin und Gärtnerin. Als solche hat sie einen besonderen Blick auf die Natur – auf die Zirkulation, die Verbindungen, Vereinigungen, Auflösungen und Brüche, auf ihre Motive: „Ich grabe durch die Farben wie ein Wurm durch die Erde“, sagt Silvia Lauer-Schulz, die in der Natur „gesellschaftliche Momente“ entdeckt und meint, dass für ein gutes Bild Licht und Farben unbedingt stimmen müssen.

Das allerdings birgt die Gefahr, dass einige Bilder allzu rund und gefällig wirken, aber ohne innere Spannung. Nur nett jedoch ist die Natur nirgends.

In dieser Ausstellung, die von der Geschäftsstellenleiterin Ute Gajus und Volksbank-Vorstand Detlev Hermann eröffnet wurde, sind insgesamt 46 Werke zu sehen. Die Ausstellung dauert noch bis Anfang September.

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