Hinrich Meislahn entwirft Giebel des Honigkuchenhauses

Die Geschäfte boomen

Die Karte zeigt auf einen Blick eindrucksvoll das Honigkuchenimperium und Auszeichnungen für seine erlesenen, leckeren Produkte. - Repros: Schnakenberg
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Die Karte zeigt auf einen Blick eindrucksvoll das Honigkuchenimperium und Auszeichnungen für seine erlesenen, leckeren Produkte. J Repros: Schnakenberg

Achim - Von Günter Schnakenberg. Um das unternehmerische Risiko aufzufangen, hatte Albert Rieke zusammen mit seinem Bruder Wilhelm eine GmbH gegründet. Diese wurde 1910 in das Handelsregister eingetragen.

Für die Korrespondenz mit Kunden und Lieferanten wurde Briefpapier mit einem künstlerisch gestalteten Briefkopf hergestellt. Wie damals üblich, wurden gute Erzeugnisse mit Preisen dekoriert und dafür Medaillen ausgegeben. Auf dem dargestellten Briefkopf sind die Medaillen von Hannover 1906, Göttingen 1907, Berlin 1907 und Karlsbad 1908 abgebildet.

Der Stand der Honigkuchenfabrik, der vermutlich 1912 im Bremer Schützenhof aufgebaut war. Ganz links der junge Carl Marschhausen, im Hintergrund halbrechts Albert Rieke und ganz rechts vermutlich sein Vater Peter Heinrich Rieke.

1911 gab es in der Firma eine Veränderung. Bruder Wilhelm Rieke schied aus der Gesellschaft aus, seine Stelle nahm der Achimer Bäckermeister Johannes Marschhausen ein. Mit ihm kam auch sein Sohn Carl in die Firma. Das Geschäft boomte und bald zeigte sich, dass es vor allem an Lagerplatz fehlte. So wurde 1911 ein noch stehender Teil des alten Hauses abgerissen und an seinen Platz ein neues Kontor- und Lagerhaus gebaut. Wieder fertigte der Architekt Johann Hinrich Meislahn den Entwurf.

Im Kontor der Firma.

Er hat hier wohl seiner Phantasie freien Lauf lassen dürfen, denn herausgekommen ist dabei der schöne Nikolausgiebel. Alle Produkte der Lebkuchenbäckerei hat er auf dem Giebel verewigt. Brezel, mit Mandel bespickte Lebkuchen, Lebkuchenherzen und mit dem Nikolaus drei Figuren, wie sie früher nach Holzformen gebacken wurden.

In einer der Backstuben.

Damit die Kunden die Produkte der Riekeschen Honigkuchenfabrik von denen anderer Unternehmen unterscheiden konnten, bediente man sich einer besonderen Kennzeichnung.

Marke Standarte, mit diesem Aufdruck wurde der Riekesche Honigkuchen bei den Kunden beworben. Sichtbar wurde das auch mit Werbeplakaten gemacht.

Das Markenzeichen.

Alten Berichten zufolge war der Umsatz hervorragend, es ging mit der Firma bergauf. Auf Jahrmärkten, Wochenmärkten und anderen Festen waren die Süßwarenbuden nicht mehr wegzudenken. Besonders zur Weihnachtszeit waren Rieke’s Honigkuchen sehr gefragt. Der Versand ins Umland erfolgte mit Pferdewagen, entferntere Kunden wurden mit der Eisenbahn beliefert.

Lesen Sie aus der Serie "Honigkuchen aus Achim"

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