„Das Geheimnis eines Sommers“

Schüler-Theater nimmt Achimer Publikum mit auf Reise zu sich selbst

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Theater von Schülern für Schüler: In einer abwechslungsreichen und rasanten Darbietung zogen die Darsteller ihr Publikum mit Themen in den Bann, die sie selbst aktuell beschäftigen.

Achim - Unter dem Titel „Das Geheimnis eines Sommers“ inszenierte das „Neue Theater CVO“ vom Schulzentrum Carl von Ossietzky in Bremerhaven eine beeindruckende Interpretation des Steven- King-Klassikers „Die Leiche“, der unter dem Titel „Stand by me“ 1986 unter der Regie von Rob Reiner auch verfilmt wurde.

Während der zwei Vorstellungen im Kulturhaus Alter Schützenhof führte das Schüler-Ensemble des 12. und 13. Jahrganges die Fünf- bis Achtklässler auf den vollbesetzten Zuschauerrängen in die USA des Jahres 1959.

Die Geschichte handelt von vier gleichaltrigen Freunden in Oregon: Die zwölfjährigen Gordie, Chris, Teddy und Vern suchen im Spätsommer die Leiche von Ray Brower. Der 14-Jährige war verschwunden, und seine Leiche soll in der Nähe eines Waldstückes an einem Bahndamm gefunden worden sein.

Aktuelle Einschübe sorgen für Abwechslung

Mit diesem Wissen brechen die Jungen zu einer zweitägigen Wanderung auf, wobei sie Schwierigkeiten bewältigen und persönliche Probleme reflektieren: Einer von ihnen ist als Dieb abgestempelt, ein anderer wäre gern anstelle seines älteren Bruders verstorben, der Dritte hat einen alkoholkranken Weltkriegsveteran zum Vater, und der Vierte ist ein Idiot. Sie thematisieren Beziehungsprobleme, setzen Mobbing in Kontrast zu einem zivilisierten Miteinander.

Eingeschobene Episoden schaffen Abwechslung und liefern immer wieder einen aktuellen Kontext: So karikieren die sieben Darsteller Donald Trumps Abschottungspolitik, indem sie an die versöhnenden Worte von John F. Kennedy bei seinem Berlinbesuch 1963 erinnern, oder an die „Yes, we can“-Euphorie seines Amtsvorgängers Barack Obama.

„Keiner kennt mich wirklich“

Sie mahnen zu einem couragierten Umgang mit digitalen Medien, indem sie mit den 1960er-Jahren eine Zeit beschreiben, in der es weder Smartphones noch Facebook gab und die Kommunikation noch von Angesicht zu Angesicht funktionierte. „Ich habe heute 422 Freunde, ich spreche jeden Tag mit ihnen“, erklärt ein Protagonist, „aber keiner kennt mich wirklich.“

Am Ende finden sie die Leiche, aber sie sind nicht mehr sie selbst.

Bei der ersten Vorführung hätte beinahe ein Lichtausfall die Darbietung unterbrochen, aber das Publikum improvisierte mit Handy-Taschenlampen – Segen der digitalen Welt... - sch

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