„Stechmücke“- Club feiert Jubiläum

Seit 25 Jahren Spaß mit Spielen – ohne Geldeinsatz

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Die Geburtstagstorte zum 10. Geburtstag der „Stechmücke“-Spiele-Gruppe wird angeschnitten. Fast exakt 15 Jahre ist das nun schon her. 

Uphusen - Passionierte Taktik-, Glücks-, Brett- und Kartenspieler sind sie allesamt beim Spieleclub „Stechmücke“ in Uphusen. Spannung und Spaß gibt es dort in den Räumen der Awo aber ohne Geldeinsatz. Seit einem Vierteljahrhundert behauptet sich jetzt diese „Stechmücke“. Am Sonntag, 15. Oktober, feiert der Verein, der keine Satzung hat, aber Leitregeln, 25-jähriges Bestehen. In der Zeit von 11 von 18 Uhr ist die gesamte interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

„Die Leute dürfen uns gern beim Spielen über die Schulter schauen, selber mitspielen und alles fragen“, betont Hermann Repschläger. Er ist zwar keine „Stechmücke“ der ersten Stunde und stieß erst 1993 dazu. Genauso wie die anderen Mitglieder des Clubs macht er aber mit ganzem Herzen mit.

Der Uphuser Spieleclub trifft sich jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat ab 19.30 Uhr im Haus „An der Schule 2“.

Außerdem gibt es den Spiele-Sonntag und Gelegenheit zur weiteren freien Verabredung.

Respektvoller Umgang im fairen Wettkampf

„Spiele“, erläutert Hermann Repschläger, „gibt es seit 2600 vor Christus.“ Das erfolgreichste sei „Monopoly“. 1903 in den USA eingeführt, begann es seinen Siegeszug um die Welt.

Das bekannteste deutsche Spiel heißt „Mensch ärgere dich nicht“. Erstmals wurden 1910 die Würfel gerollt und Kegel gezogen.

Vergleichbar mit diesem Spieleklassiker ist aus der Neuzeit – seit 1995 – „Siedler von Catan“. Dieses Spiel gehört auch zum Repertoire der „Stechmücke“.

Insgesamt beherbergt der Spieleschrank 227 Exemplare. Deren Nutzung geschieht nach Lust und Laune der Clubmitglieder.

Auf die Frage „Warum spielt der Mensch?“ weiß Hermann Repschläger Antwort: „Kinder lernen im Spiel fürs Leben. Das Erproben von Regeln und Abweichungen mit Diskussionen in der Gruppe formt das mitmenschliche Handeln.“

Gegengewicht zum Arbeitsleben

Erwachsene würden das Spielen in der Gruppe häufig als Gegengewicht zum Arbeitsleben nutzen. Bei der gemäßigten Rivalität im Spiel habe immer der respektvolle Umgang Priorität.

Auswirkungen auf das reale Leben seien nicht zu unterschätzen, weiß Repschläger: „Die Menschen sind weniger gefrustet und toleranter bei Niederlagen.“

Das gelte jedoch nicht für Glücksspiele um Geld oder für reine „Kriegs- und Ballerspiele“. Diese Kategorien werden von der „Stechmücke“ nicht bedient.

Derzeit hat die „Stechmücke“ 26 Mitglieder im Alter von 30 bis 70 Jahren. Vorrang hat das gesellige Spielen. „Wir treffen uns aber auch zu Weihnachtsfeiern oder gehen zusammen essen,“ sagt Hermann Repschläger.

Neue Spiele lieferte früher die Nürnberger Spielwarenmesse. Heute dauert die Spiele-Messe in Essen vier Tage und lockt bis zu 150 000 Besucher.

Angeboten werden dort stets etwa 1000 neue Spiele. Am Markt behaupten können sich davon allerdings nur fünf bis sechs, macht Repschläger deutlich. 

 häg

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