Frank Boblat wird Stadtbrandmeister

Rückblick auf den Hitzesommer: Ortsfeuerwehr berichtet über belastende Einsätze

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Frank Boblat (Dritter von links, hinten, zwischen Bürgermeister Ditzfeld und dem stellvertretenden Feuerwehraussschussvorsitzenden Volker Wrede) ) wird aller Voraussicht nach Achimer Stadtbrandmeister und damit schon im Frühjahr Nachfolger von Olaf Dykau (Zweiter von rechts). Mit auf dem Bild: Auf der Jahresversammlung Geehrte und Beförderte sowie weitere Funktionsträger der Ortsfeuerwehr Achim.

Achim – Nur einen Großbrand innerhalb des Stadtgebietes hatte die Ortsfeuerwehr Achim 2018 zu bekämpfen: Ein Uesener Wohnhaus stand am Heiligabend wie berichtet in Flammen. Dennoch war die Einsatzbelastung insgesamt hoch. So waren im langen Sommer bei hohen Temperaturen diverse Flächen- und Waldbrände zu löschen – einmal sogar drei Brände gleichzeitig im Bereich Emsholz und der ehemaligen Raketenstation.

Zur Jahreshauptversammlung, bei der ein Rückblick auf 2018 nicht fehlte, begrüßte Ortsbrandmeister Thomas Köster jetzt als besondere Gäste auch Bürgermeister Rainer Ditzfeld, den stellvertretenden Vorsitzenden des Feuerwehrausschusses, Volker Wrede, Stadtbrandmeister Olaf Dykau und dessen zweiten Stellvertreter Hans Hoffmann.

Einige weitere Daten aus dem Bericht des Ortsbrandmeisters: Aktuell versehen 81 Kameraden ihren Dienst bei der Ortsfeuerwehr Achim – vier mehr als 2017. Zu 147 Einsätzen wurden die Achimer 2018 gerufen. Darunter fallen 32 Brände, 50 technische Hilfeleistungen, 21 Fehlalarme, 23 nachbarschaftliche Löschhilfen und 21 nachbarschaftliche technische Hilfeleistungen. Mit letzteren sind überwiegend Drehleitereinsätze gemeint. Vor allem den zur Tageszeit verfügbaren Kräften wurde einiges abverlangt, hob Thomas Köster hervor.

Achimer Brandbekämpfer besuchten zehn Lehrgänge auf Landesebene, 14 auf Kreis- und 6 auf Stadtebene.

Die größte Beschaffung war die Drehleiter 23/12. Diese sichert den Achimer Bürgern und denen der angrenzenden Gemeinden einen weiteren Fluchtweg bei Hausbränden. Außerdem ist sie unerlässlich bei der schonenden Rettung liegender Patienten aus Gebäuden sowie bei Brandeinsätzen „von oben“.

Bereits bei zwei Einsätzen kam die neue Drehleiter zum Einsatz: Bei einer Patientenrettung in Baden und in der Silvesternacht bei einem Großbrand in Schwarme. Hier wurden örtliche Kräfte bei der Bekämpfung eines Dachstuhlbrandes unterstützt.

Ein besonderer Dank des Ortsbrandmeisters galt wieder den Familien und Arbeitgebern der Einsatzkräfte, ohne deren Unterstützung die sofortige Hilfe in Notfällen nicht möglich sei.

21 junge Leute, darunter drei Mädchen, gehören zur Achimer Jugendfeuerwehr, wie Jugendwart Matthias Oetjen berichtete. Ein spannendes und unternehmungsreiches Jahr liege hinter ihnen. In der Kinderfeuerwehr sind aktuell 17 Mädchen und Jungen zwischen sechs und zehn Jahren. Kinderfeuerwehrwartin Chantelle Kitchener freut sich darüber, dass es schon die ersten Wechsel zur Jugendfeuerwehr gibt.

Bürgermeister Rainer Ditzfeld bedankte sich für die vielen geleisteten Arbeitsstunden und betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Rat, Verwaltung und Feuerwehr. Die ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr hebe sich durch die besonderen Aufgaben und daraus resultierende Eigengefährdung der Kameraden von anderen Vereinen ab. Die fast eine Viertelmillion teure Drehleiter sei daher auch kein Spielzeug für die Feuerwehr, sondern notwendig zur Sicherheit nicht nur der Achimer Bürger.

Stadtbrandmeister Olaf Dykau schloss sich den Dankesworten an und wünschte allen immer eine gesunde Heimkehr von den Einsätzen. Dykau sprach zum letzten Mal auf diesem Jahrestreffen als Stadtbrandmeister. Er gibt sein Amt ab, und als voraussichtlicher Nachfolger steht bereits Frank Boblat aus Baden fest. Dieser wurde jetzt schon als Zugführer der Achimer Ortsfeuerwehr verabschiedet.

Dykau gab noch einen Ausblick auf die kommende Modernisierung im Alarmierungssystem im Landkreis Verden. Die Erreichbarkeit aller Einsatzkräfte werde dadurch nochmals erhöht, und es sei im Fall des Falles auch eine schnellere Nachalarmierung weiterer Kräfte möglich.

Volker Wrede würdigte zu bereits fortgeschrittener Stunde ebenfalls in kurzen, treffenden Worten das Engagement der Achimer Feuerwehrkameraden.

In Zahlen sieht das so aus:

3 307 Dienststunden wurden in den 147 Einsätzen und 10 645 Stunden in Ausbildungen und Veranstaltungen abgeleistet. Das macht insgesamt 13 534 Stunden, was wiederum eine Steigerung um 14 Prozent im Vergleich zu 2017 bedeutet.

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