Ausschuss berät über WGA-Antrag

Seenlandschaft: Entwässerungsproblem in Badenermoor

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Der kurze Wolkenbruch am Freitagnachmittag lässt das Problem ansatzweise erahnen.

Achim – Der Regen der vergangenen Wochen hat ein Problem wieder aufgezeigt, das die Anwohner der Pappelstraße in Badenermoor schon länger beschäftigt: Nach heftigen Schauern oder Gewittern mit Starkregen fließt das Regenwasser nicht ab, sondern läuft über die Pappelstraße auf die Grundstücke. Das betrifft die linke Häuserreihe sowie den Bereich, wo der Waldweg auf die Pappelstraße trifft.

Nachdem er wiederholt von Anwohnern darauf angesprochen worden war, hatte Wolfgang Heckel von der Wählergemeinschaft Achim (WGA) das Thema für den Ortsausschuss Badenermoor Anfang September auf die Tagesordnung setzen lassen. Damals war sich das Gremium einig, im zuständigen Fachausschuss über die Entwässerungsproblematik zu reden. Einen entsprechenden Antrag hat Heckel formuliert, verbunden mit dem Vorschlag einer Ortsbegehung.

Entsprechend trifft sich der Ausschuss für Bauunterhaltung am Montag, 4. November, um 16 Uhr an besagter Straße, ehe das Thema ab 17 Uhr im Rathaus zur Beratung kommt.

In Heckels Antrag heißt es zur Begründung, dass vor mehr als 15 Jahren an der Pappelstraße die ersten Einfamilienhäuser errichtet worden seien. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vor den Grundstücken sorge durch die leicht abschüssige Neigung dafür, dass bei längerem Regen das Wasser auf die Grundstücke läuft und versickert. Somit sei im Lauf der Jahre ein ständiges Nässeproblem entstanden. Gesäter Rasen beziehungsweise Rollrasen sei in einigen Gärten eine Wiese, wenn man drauftrete sei der Boden extrem weich.

Seinerzeit sei teilweise ein Graben angelegt worden, der als Dränage gedacht war, aber letztendlich nicht ausreichend für Abhilfe gesorgt habe und damit nur als provisorisch gelten kann.

„Der Zustand ist auf Dauer jedenfalls nicht mehr akzeptabel“, folgert Wolfgang Heckel und empfiehlt, dass sich die Parteien der Sache noch einmal annehmen. „Vielleicht gibt es mögliche Lösungen in Zusammenarbeit mit der Verwaltung, um eventuell Abhilfe schaffen zu können.“

Die Verwaltung hat auf den Antrag reagiert und dem Tagesordnungspunkt die Stellungnahme des Bürgermeisters beigefügt. Der zufolge kann das Problem entlang der Pappelstraße nur zwischen den Privateigentümern und den Nachbarn, „Einfamilienhausbesitzern“ / „Landwirten“ geregelt werden, da die Ursache für das Problem dort und nicht im öffentlichen Bereich liege. „Die Stadt Achim hat in dem Problembereich keinen Grundbesitz und auch keine rechtliche Möglichkeit, hier Flächen zu erwerben.“

Unabhängig davon seien in der Vergangenheit betroffene Grundstückseigentümer schon bei der Verwaltung und dem Landkreis mit der Problemdarstellung vorstellig geworden. Zuletzt im vierten Quartal habe der Bürgermeister versucht, zwischen den Parteien zu vermitteln, technische Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt und angeboten, die anliegenden städtischen Flächen zur „gedrosselten“ Abführung des Oberflächenwassers zu nutzen. Letzteres habe auch der Landkreis Verden getan. „Leider waren alle Bemühungen bisher nicht erfolgreich, unter anderem weil die Parteien nicht bereit waren, notwendige Flächen zur Verfügung zu stellen und die Finanzierung für Planungs- und Baumaßnahmen sicherzustellen.“

Die Verwaltung will im Ausschuss technische Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Für den Bereich des Waldwegs schlägt der Bürgermeister als einfache Lösung gegenüber der aufwendigen Erneuerung des Waldwegs mit Kanal oder unterirdischer Versickerung – wofür auch die Grundstückseigentümer mit herangezogen würden – vor, den Straßenseitenraum zunächst punktuell im Kurvenbereich abzutragen und gegebenenfalls um eine kurze Entwässerungsrinne aus Betonsteinen zu erweitern. Über diese würde das Oberflächenwasser dann in den Seitenraum geleitet werden und dort versickern.

Bei normalen Regenereignissen würde die Straße nicht mehr überflutet. Diese rasche Lösung soll möglichst bis zur Ausschusssitzung am 4. November umgesetzt worden sein. Die Mitglieder können sie dann vor Ort in Augenschein nehmen.  pk

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