79-Jähriger: „Ich bekam plötzlich einen Stups“

Seehund beißt Schwimmer in den Arm

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„Mucki“, aber auch weitere Robben, wurden schon öfter beim Schwimmen in der Weser beobachtet. Zuletzt sahen Ausflügler in Hagen-Grinden einen Seehund sogar beim Sonnenbaden an Land.

Achim - Alfred Böschen radelt fast jeden Morgen mit seiner Lebensgefährtin zum „Bacardi-Beach“ in der Achimer Marsch, um in der Weser zu schwimmen. Als der 79-jährige Uphusener vor kurzem im Fluss seine Bahnen zog, wurde er allerdings gebissen – von einem Seehund.

Robben werden seit einiger Zeit in der Weser beobachtet, unlängst sonnte sich sogar ein Tier am Ufer in Hagen-Grinden. Neu ist, dass die bis zu 1,70 Meter langen und bis zu 150 Kilogramm schweren Seehunde, die üblicherweise Meeresbewohner sind, nun offenbar das erste Mal in der heimischen Region einen Menschen verletzt haben.

Bei einem kurzen Stopp beim Bahnen ziehen vor zwei Wochen hätten er und seine Begleiterin in der Nähe einen aus dem Wasser ragenden Kopf erblickt, berichtete Böschen gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. „Oh, ein Seehund“, habe er überrascht festgestellt. Nach drei, vier Sekunden sei das Tier wieder abgetaucht. „Aber plötzlich bekam ich am linken Arm einen starken Stups, wir sind dann gleich raus aus dem Wasser.“

Erst am nächsten Tag Schmerzen

Doch Schmerzen oder andere Beschwerden habe er nicht wahrgenommen. „Erst am nächsten Tag entdeckte ich auf der Oberseite des linken Unterarms zwei kleine Bisswunden, etwa drei Zentimeter voneinander entfernt“, schildert Böschen. „Das müssen zwei Zähne des Seehundes gewesen sein.“

Alfred Böschen hat am linken Unterarm zwei Seehund-Bisse erlitten.

Einen Arztbesuch hielt der Rentner für überflüssig. Denn die verletzten, inzwischen verschorften Stellen schmerzten bis heute nicht und er sei außerdem gegen Wundstarrkrampf geimpft.

Alfred Böschen ist es jedoch ein Anliegen, insbesondere Eltern mit kleinen Kindern vor den possierlich aussehenden Robben zu warnen. „Mucki“, wie einer der Seehunde in der Weser schon „getauft“ wurde, und dessen Artgenossen seien Raubtiere, denen man nicht zu nahe kommen sollte. Denn mitunter schnappen sie eben nicht nur nach Fischen.

mm

„Mucki“ in der Weser bei Langwedel

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