Brandschutz, Alarmsystem, Rettungswege und Belüftung müssen erneuert werden

Schwere Mängel an der Sporthalle der Hauptschule

Dach und Decke der Hauptschulsporthalle würden eine Isolierschicht zur Wärmedämmung zur Zeit nicht vertragen. - Foto: mb

Achim - Was der Finanzausschuss des Stadtrats jetzt zu lesen und zu hören bekam, klingt als müsste die Sporthalle der Hauptschule an der Waldenburger Straße eigentlich stillgelegt werden. Mängel bei Brandschutz, Alarmierung, Flucht- und Rettungswegen sowie der Belüftung sind von der Stadtverwaltung festgestellt worden. Sie müssen dringend beseitigt werden.

Der Brandschutz entspricht nicht mehr den Auflagen der einstigen Baugenehmigung. Die Notbeleuchtung der Flucht- und Rettungswege entspricht nicht mehr der heutigen Technik und ist abgängig, wie es im Verwaltugsdeutsch heißt. Die Alarmanlage ermöglicht nicht, einen Notruf zwischen der Turnhalle und der benachbarten Schule zu kommunizieren. Und die Lüftungsanlage läuft nicht effizient, so dass Sportler und Zuschauer im Winter frieren müssen.

Die Beseitigung der Mängel wird nach Schätzungen 140 000 Euro kosten.

Alles kam jetzt nur ans Tageslicht und zur Sprache, weil das Dach der Halle eigentlich energetisch saniert werden sollte. Dabei stellten die Experten fest, dass zwischen dem Hallendach und der Hallendecke keine Isoliermasse eingebracht werden könnte, da die Statik der Halle diese zusätzliche Gewichtsbelastung nicht vertragen würde. Und dann merkte man bald: Ein Mangel kommt selten allein.

Die Dachsanierung der Hauptschulhalle wird deshalb erst einmal zurückgestellt oder vielleicht sogar ganz unterlassen, wenn sie sich nicht mehr lohnen würde. Vorrangig sollen jetzt die erwähnten Mängel behoben werden.

So wird die Stadt die 430 813 Euro, die sie bei einem Eigenanteil von 48 383 Euro nach dem Investitionsförderungsgesetz des Landes bekommt, anders verteilen. Statt der Hauptschul-Sporthalle werden die Dächer der Sporthalle der Astrid-Lindgren-Schule und des Altbaus des Badener Kindergartens energetisch saniert. Beide sind alt, undicht und mit asbesthaltigen Faserzementplatten hergestellt.

Im Programm bleiben wie geplant die Kindertagesstätten Achim-Mitte und Achim-Bierden, wo in den Sommerferien für bessere Wärmedämmung und Brandschutz gesorgt werden soll. - mb

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