Schwäne, Feen und Trolle bezaubern Publikum

Ballettstudio Jessel präsentiert ein breites Tanzspektrum zum 50-jährigen Bestehen

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Den Auftakt bildeten begeisterte „Kleine Schwäne“ mit einem phantasievollen Reigen. Anlässlich des Jubiläums des Ballettstudios Jessel gab es gleich zwei Vorstellungen in der Aula des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums. 

Achim - Die Aula im Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium war sehr gut besucht – und das gleich zwei Mal am vergangenen Sonntag. Wegen großer Nachfrage hatte sich Ingeborg Jessel dazu entschieden, jeweils Jubiläumsvorstellungen um 15 und 18 Uhr anzubieten.

Die Resonanz war großartig und die Spendentöpfe zugunsten der Waldheim-Beratungs-/ Begegnungsstätte füllten sich gleichermaßen rasant wie der Bühnenraum: Nicht nur Eltern, Großeltern und Geschwister der Tänzerinnen waren der Einladung gefolgt, sondern auch „Ehemalige“, Freunde und Unterstützer der Tanzschule.

Inhaberin Ingeborg Jessel lieferte in ihrer Begrüßung einen Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre seit der Gründung durch ihre Mutter Margarete, die über Hamburg, Weimar und Bremen nach Achim gelangt war. Die Anfänge waren schwierig in der Kleinstadt, aber Mutter Margarete verwirklichte ihren Herzenswunsch hartnäckig und etablierte 1966 ihr Ballettstudio in den Räumen einer Fahrschule, immerhin mit Tanzstange.

Das Konzept ging auf und trägt auch noch 50 Jahre später Früchte: „Heute tanzen bei mir Kinder von Eltern, die selbst schon das Ballettstudio besucht hatten“, freut sich Ingeborg Jessel.

Viele Kinder nutzten die Möglichkeit, über den Tanz ihre Körperhaltung zu verbessern und darüber ein starkes Selbstbewusstsein zu entwickeln. „Ballett bietet viele Wege zur Entdeckung der eigenen Körperlichkeit. Disziplin und Beweglichkeit sind Attribute, die in unserer Gesellschaft immer gefragt sein werden“, weiß die Tanzpädagogin, deren Tochter sich ebenfalls beruflich für diese Ausdrucksform begeistert. „Kinder ab drei Jahren beginnen kreativ durch Bewegung kleine Geschichten zu erzählen und entdecken auf diese Weise spielerisch eigene Möglichkeiten.“

„Kleine Schwäne“ zogen anmutig ihre Kreise

Davon konnten sich die Zuschauer bei den zwei Jubiläumsvorstellungen überzeugen: Drei- bis vierjährige „Kleine Schwäne“ zogen auf der Bühne anmutig ihre Kreise, „Heinzelmännchen“ machten im Verborgenen fleißig sauber. Zahlreiche „Schmetterlinge“ tanzten den Klassiker, und im Paartanz „Jungen + Mädchen“ zeigten die Tänzerinnen ihre Improvisationskunst, denn die Hälfte der Mädchen musste mangels männlicher Partner den Jungen-Teil übernehmen. Zu schwermütigen Klängen von Gustav Mahler suchten „Meerjungfrauen“ einen gemütlichen Platz am Tiefseegrund, und mächtig laut wurde es mit dem Aufmarsch der „Trolle“.

In der Folge zeigten fortgeschrittene Tänzerinnen anspruchsvolle Choreographien mit „Steptanz“, „Spitzentanz“ und dem „Duett“. Den Abschluss bildeten ein „Frühlingsstimmenwalzer“, den bereits die Gründerin vor 25 Jahren in ähnlicher Weise aufführte sowie zwei weitere Steptänze und ein großes Bühnenfinale mit allen Tänzerinnen.

„Alles hat hervorragend geklappt und verlief genauso wie wir uns das gewünscht hatten“, resümiert Ingeborg Jessel und blickt sehr zufrieden auf zwei gelungene Vorführungen, die das gesamte Spektrum des Ballettstudios nachzeichneten. 

sch

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