Äußerst vielseitiges „Pianissimo“erfreut

Beeindruckendes Schülerkonzert der Kreismusikschule in Achim

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Diese jungen Leute von der Kreismusikschule boten kurz nach dieser Aufnahme ein beeindruckendes Konzert in der Aula des Cato-Bontjes van-Beek-Gymnasiums. Hinten links: Klavierlehrerin Ulrike Brockes, die die Veranstaltung organisierte und auch durchs Programm führte.

Achim - Von Ilse Walther. Es war ein richtig vielseitiges Programm, mit dem sich die jungen Musiker vorstellten: Unter dem Titel „Pianissimo“ hatte die Kreismusikschule zum Schülerkonzert in die Aula des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums eingeladen.

Fortgeschrittene Klavierschülerinnen und -schüler der Pädagogen Ulrike Brockes, Sabine Erhardt-Kaufmann, Susanne Rau, Wilfried Schäper und Maren Scherenberg zeigten ihr Können. Auch die Lehrkräfte Ulrike Flieger, Violine, Christiane Korting, Violoncello und Joachim Remus, Schlagzeug hatten ihre Schüler für diesen Abend gut vorbereitet.

Ein wenig Lampenfieber merkte man den Musikern an

Allen gemeinsam war der besondere Einsatz, auch wenn es hier und da durch verständliches Lampenfieber kleine Haker gab. Auch damit muss man umgehen können.

Viel Freude bereitete bei allen das animierte Musizieren in schon sehr guter Dynamik, die teilweise erstaunliche Ausdruckskraft und auch bei den Ensemblekompositionen das großartig mitgehende Zusammenspiel. Ulrike Brockes führte durch das Programm.

Lucia Galunic eröffnete es mit dem 1. Satz aus Ludwig von Beethovens Sonatine in G-Dur für Klavier, pointiert und fließend.

Bezauberndes Spiel mit viel Witz

Besonders steigerte sie sich durch ihr in anregender Phrasierung gebotenes Musizieren des Satzes „Mad World“ von Roland Orzabal de la Quintana. Mit viel Witz intonierte Marta Lesczynska den bezaubernden „Kleinen weißen Esel“ von Jacques Ibert, der so fröhlich tapsend durch die Welt läuft. Zu der motorisch laufenden Begleitung der linken Hand ließ sie diese Heiterkeit pointiert-rhythmisch durchhören. Beeindruckend war ihre Wiedergabe der Rockballade „Once upon a Time in Summer“ von Wolfgang Fuchs, die sie expressiv schreitend, dicht phrasiert und auch mit wuchtigen Glockenschlägen bot.

Anne Wieters spielte farbig und mit Ausdruck den Walzer f-moll op. 70, Nr. 2 von Chopin. Sehr reif musizierte Friederike Schubert Beethovens Bagatelle op. 119,1 . Sie beendete den Satz nach einem behutsamen Ritardando mit zwei dichten Schlussakkorden. Wunderbar melodiös bot sie das eingängige „Venetianische Gondellied“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Linda Tiggemann und Denis Kalemaj harmonieren prächtig

Aus den „Danzes gitanes“ brachte Linda Tiggemann Tanz Nr. 2 „Danza de a Seducción“ nachdenklich erzählend, dann tanzend und akzentuiert in Moll-Tönen bis zum reflektierenden Schluss.

Franziska Willmer hatte aus den Tänzen Nr. 3 und 4 ausgewählt und gestaltete sie fragend, auch markant-düster in die Höhe schreitend bis zum dunklen Ende.

Linda Tiggemann erwies sich im Menuett-Trio von Joseph Haydn wieder als einfühlsame Pianistin im feinen Zusammenspiel. Denis Kalemaj, Violine, bot seinen Part farbig, groß und blühend im Ton – wie auch der Cellist Lukas Hammernik.

Zum Abschluss wurde es dank des Schlagzeugs laut

Lynn Kriegs spielte das berühmte „Regentropfen-Prélude“von Frédéric Chopin mit dieser feinen Wehmut, fließend und klangschön. Sie ließ den Schlussakkord lange liegen – eine stimmungsvolle Wiedergabe.

Den fetzigen Schlusspunkt setzten die Brüder Jan, Klavier und Hannes Kracht, Schlagzeug mit zwei Sätzen des Zeitgenossen Jürgen Moser (geb. 1949). „The Groover“ und „Minority“ rissen in dieser temperamentvollen und absolut sicheren Wiedergabe mit durch den perfekt herausgearbeiteten Rhythmus, der richtig ansteckte. Die Brüder hatten sichtlich ihren Spaß daran, es war einfach Klasse, ihnen zuzuhören.

Alle Mitwirkenden bekamen sehr herzlichen Applaus.

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