Stippvisite im Rathaus

Gäste aus dem lettischen Cesis besuchen Partnerstadt Achim

Beim Termin im Rathaus hatten alle lettischen Gäste Gelegenheit, etwas über die Stadt Achim zu erfahren und sich, wie hier zu sehen, ins Buch der Stadt einzutragen. Hermann Schröder, pensionierter Studiendirektor und Vorsitzender des Vereins Achim-Cesis (ganz links) sowie Sport- und Biolehrer Gerrit Behm (3.v.l.) waren ebenfalls mitgekommen und halfen beim Übersetzen. - Foto: Duncan
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Beim Termin im Rathaus hatten alle lettischen Gäste Gelegenheit, etwas über die Stadt Achim zu erfahren und sich, wie hier zu sehen, ins Buch der Stadt einzutragen. Hermann Schröder, pensionierter Studiendirektor und Vorsitzender des Vereins Achim-Cesis (ganz links) sowie Sport- und Biolehrer Gerrit Behm (3.v.l.) waren ebenfalls mitgekommen und halfen beim Übersetzen.

Achim - Während Achimer Jugendliche sich einen Schulbus wünschen würden, träumen einige gleichaltrige Gäste aus Lettland von einem Frei- oder Hallenbad. Das ergab eine nicht repräsentative Umfrage, die Bürgermeister Rainer Ditzfeld gestern unter den Teilnehmern des Schüleraustauschs Achim-Cesis im Rathaus veranlasste. Seit vielen Jahren organisiert das Gymnasium am Markt (Gamma) diesen Austausch.

Eine Woche lang sind 15 Schüler und drei Lehrkräfte aus Achims lettischer Partnerstadt im Weserort zu Gast und erleben ein abwechslungsreiches Programm, darunter Besuche nach Bremerhaven ins Klimahaus und ins Miniaturwunderland Hamburg. Gestern stand der obligatorische Bürgermeisterempfang im Rathaus an. Daneben begrüßte auch Hermann Schröder, Vorsitzender des Vereins Achim-Cesis, die jungen Reisenden.

Doch bevor die Unterhaltung beginnen konnte, stand der Rathauschef vor einem scheinbar simplen Problem: Der Übersetzer fehlte. Da die Sprecherin des lettischen Generalkonsulats in Achim wohnt, habe er bei ihr um Hilfe angefragt, berichtet Ditzfeld. Doch die war aus zeitlichen Gründen verhindert. Und weil Sport- und Biolehrer Gerrit Behm lediglich in Vertretung für Oberstudienrat Christopher Bünte, Organisator des Schüleraustauschs, mitgekommen war, sprangen Schüler in die Bresche und übertrugen die Fragen und Antworten problemlos vom Deutschen ins Englische und umgekehrt.

„Kommen die Pakete schneller an, wenn Amazon einen Standort in Achim eröffnet?“, wollte ein Schüler wissen. Da musste Ditzfeld passen: „Nein, denn die Lkws werden von hier aus nur ins Verteilcenter nach Bremen fahren.“ Der Online-Versandhandel sei auch in Lettland eine bekannte Größe, berichtete eine Lehrerin.

Besonders stolz sei er als Bürgermeister auf das breit gefächerte Angebot an Arbeitsplätzen und Freizeitmöglichkeiten, ging Ditzfeld auf eine Frage der Gäste aus Cesis ein. Zudem hob er Achims Bevölkerungswachstum positiv hervor, nur der Ausbau von Kindertagesstätten hinke noch etwas hinterher, so Ditzfeld.

Nach ihrer persönlichen Wunschliste befragt, gaben die Letten an, sie hätten gerne für ihre Stadt eine öffentliche Badeanstalt und ein Einkaufszentrum. Ein Kino, eine Eislaufhalle und eine Zugverbindung nach Thedinghausen, lauteten Antworten der Achimer Schüler.

Die Vorzüge der Partnerstadt, zum Beispiel das komplett aus Holz gebaute Kulturzentrum und das „gigantische Feuerwehrhaus“ kann der Bürgermeister bereits am nächsten Wochenende wieder in Augenschein nehmen: Dann wird er mit einer Delegation, der auch Hermann Schröder angehört, zur 100-Jahr-Feier nach Cesis reisen – diesmal mit Übersetzer.

ldu

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