Bürger monieren triste Gestaltung

Zentrale Kreiselkreuzung: Von Schneverdingen lernen

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Zu langweilig und unscheinbar präsentiere sich gerade jetzt im Frühling der Innenraum des Verkehrskreisels beim Hotel Gieschen, kritisieren Bürger. Er sollte mal für auswärtige Besucher als attraktive „Visitenkarte“ am Eingang zur Fußgängerzone wirken.

Achim - Allzu trist und langweilig erscheint manchen Bürgern im Frühlingssonnenschein der Landesstraßen-Verkehrskreisel beim Hotel Gieschen.

Um die Insel in der Kreiselmitte als einladende „Visitenkarte“ am Eingang zur Achimer Fußgängerzone zu gestalten, waren vor Jahren viele Ideen und hochfliegende Pläne diskutiert worden. Aber wie in Achim manchmal üblich, wurde wenig daraus.

Jetzt werde diese Kreuzung beim Gesamtkonzept zur künftigen Innenstadtgestaltung wieder in den Blick genommen, kündigte auf Nachfrage Steffen Zorn, Leiter des Bauressorts in der Stadtverwaltung, auf Nachfrage an.

So sahen vor Jahren verheißungsvolle Skizzen zur Verschönerung durch imposante Kunstwerke aus. Daraus wurde nichts.

Allerdings haben die große Kunst-Skulptur, die Säule mit buntem Flaggenschmuck oder ähnliche Einfälle auch dieses Mal keine Chance. Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs dürfen nämlich nicht beeinträchtigt werden. Dieses oberste Ziel sei immer zu beachten, betont auch Sönke Zulauf, der Fachbereichsleiter Planung in der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau in Verden.

Außenorts sei ohnehin keine Kreiselkunst zulässig. Nur innerhalb von Orten sei noch einiges möglich, so Zulauf. Die Landesbehörde entscheide dabei, soweit Landesstraßen mit betroffen sind, jeweils auf Grund konkret vorliegender Entwürfe. Im Falle Otterbergs etwa sei ein Veto gegen den künstlerischen Vorschlag nötig gewesen, weil die Kreiselmitte nicht spielplatzmäßig wirken und Kinder zum gefährlichen Aufenthalt an verkehrsumtoster Stelle verleiten dürfe.

Grundsätzlich soll im grünen Zentrum auch nicht etwas besonders Interessantes Autofahrer zum intensiven Hinsehen verlocken und dadurch ablenken.

Farbenfrohe Bepflanzung als Aufwertung

Gegen farbenfrohes Bepflanzen hingegen spreche zunächst mal nichts, betont Zulauf. Verzichtet werden sollte aber darauf, etwa Schriftzeilen durch blühende Pflanzen zu erzeugen. Allgemein sei natürlich darauf zu achten, dass bei der Verschönerung noch genügend Platz auch für den Schwerlastverkehr bleibt und Zufahrten nicht beeinträchtigt werden.

Ein gelungenes Beispiel für Kreiselgestaltung biete Schneverdingen in der Lüneburger Heide, steuert Planer Zulauf noch eine persönliche Empfehlung bei.

la

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