Auch Entlastungsstraße ab Arsten angedacht

FDP schlägt neuen Weserübergang vor

Achim - Ein Verkehrs- und Mobilitätskonzept für den gesamten nördlichen Bereich des Landkreises fordern – wie berichtet – sämtliche Fraktionen im Achimer Stadtrat, um die ständig wachsenden Verkehrsströme auf den Durchgangsstrecken in den Griff zu bekommen.

FDP-Ratsherr Hans-Jakob Baum hat sich in einer ergänzenden Stellungnahme schon über „Ansätze zur Lösung“ konkretere Gedanken gemach.

Baum schreibt:

„Nur eine ausgewogene Verkehrsführung im Osten des Großraums Bremen kann eine Verbesserung der Verkehrssituation im Landkreis Verden bewirken. Dazu müsste von Arsten aus eine leistungsfähige Parallele zur A 27 auf der Südseite der Weser in Richtung Südosten (Richtung Verden) entstehen.

Eine Vernetzung dieser Trasse mit der A 27 auf der Nordseite durch eine neue Querung in Höhe Intschede, westlich an Langwedel vorbei, würde die Engpässe der Weserquerungen reduzieren.

Entlastung der Innenstädte

Zieht man den Verkehr mit einer neuen Weser-Querung ausschließlich nach Norden zur A 27 – ohne Verbesserung der Situation in Arsten/Dreye – wird es spätestens im Raum Bremen (am Bremer Kreuz und beim zukünftigen Anschluss Achim West) zu neuen Verdichtungen kommen.

Es bleibt festzustellen, dass der Raum östlich der A 1 zwischen Osnabrück und Bremen bis hin zur Weser verkehrstechnisch unterentwickelt ist und mit dem Verkehr auf der L 156 über die Uesener Brücke hin zur A 27 nur die Folgen dieses Mangels sichtbar werden. Lokale Entlastungen – wie oben beschrieben – werden das grundsätzliche Phänomen nicht auflösen, dass die Autobahnen im Umland der Städte sowohl für den Fernverkehr als auch zur Entlastung der Innenstädte genutzt werden.

„Pendlerströme werden sich umkehren“

Die Konzepte (Nordkreis-Südkreis) laufen Gefahr, nur aus dem Erlebten zu extrapolieren und die gleichzeitig sich abzeichnenden Veränderungen durch neue Verkehrstechniken wie autonome Systeme und Elektrifizierungen nicht zu bedenken.

Es bleibt festzustellen, dass sich im Raum Bremen große strukturelle Änderungen anbahnen: Im Wesentlichen durch Verlagerung der transportintensiven Arbeitsplätze an die Peripherie, hin zu den Verkehrswegen ( Hansalinie I bis IV), Achim West.

Weitere Vorschläge

Auch dadurch entstehen Vorschläge wie die zur Schließung des Neustädter Hafens, zur Entwicklung eines neuen Stadtteils oder zur Befreiung der Innenstadt vom Individualverkehr etwa durch Abriss des Parkhauses Mitte.

Entsprechend kehren sich die Pendlerströme um, wie es bei einigen Städten schon geschehen ist: Man lebt in der Stadt und arbeitet im Umland.

ÖPNV-Netze, Bahnlinien und die mögliche Bedeutung der Weser sollten gesondert betrachtet werden. Hier gibt es insbesondere südlich des Flusses erhebliche Defizite.“

Rubriklistenbild: © dpa

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