Eric Stellmacher löst Dirk Ysker als Leiter des Bürgerzentrums im Magdeburger Viertel ab

„Sauge alles auf wie ein Schwamm“

Heißen den neuen Büz-Leiter Eric Stellmacher willkommen: Fachbereichsleiterin Wiltrud Ysker und Rainer Ditzfeld (r.) Foto: Köster

Achim - Von Philipp Köster. Silvester endet eine Ära in Achim. In Dirk Ysker geht der Leiter des Bürgerzentrums im Magdeburger Viertel in den Ruhestand. Seit 1981 hat er die Entwicklung des Stadtteils entscheidend geprägt. Doch sein Nachfolger steht schon in den Startlöchern. Nein, er ist sogar schon losgelaufen. Denn Eric Stellmacher hat bereits am 1. Oktober seine Stelle im Rathaus angetreten. In einer dreimonatigen Eingangsphase lässt sich der 33-Jährige von Ysker einarbeiten, ehe er das Zepter übernimmt. „Ich versuche alles aufzusaugen wie ein Schwamm“, sagt Stellmacher. Neben Ysker helfen ihm dabei auch die „tollen Mitarbeiter“ Mehmet Ates und Marianne Staudacher.

Zu tun gibt es reichlich. Zwar hat das Viertel laut Bürgermeister Rainer Ditzfeld eine erstaunliche Entwicklung genommen. Das attestieren dem Verwaltungschef Familienangehörige aus Luxemburg bei Besuchen. Er verweist dabei auf den Abbruch des früheren Servicecenters und des Schwarzen Containers. Zudem gibt es viele Projekte und Einrichtungen, die von den Bewohnern rege genutzt werden. Stellmacher nennt exemplarisch neben den Kitas und der Grundschule die Bildungsmentoren, die Fahrradwerkstatt, das Seniorencafé und die Formularlotsen. Doch es gebe viele aktuelle Herausforderungen, die mit dem Zuzug von Geflüchteten und deren Betreuung einhergehen, unterstreicht Stellmachers Chefin, die Fachbereichsleiterin Wiltrud Ysker.

Der künftige Büz-Leiter will sich neben der Fortführung und Reaktivierung von Projekten und der Ermittlung der „Bedarfe“ vor Ort vor allem um die Kinder und Jugendlichen als der Generation kümmern, die das Magdeburger Viertel in den nächsten Jahren prägen wird. Wichtig ist ihm zum Beispiel die Umweltbildung. Zwar sei das Problem der achtlosen Entsorgung von Müll nicht mehr so gravierend wie noch vor Monaten. Doch will Stellmacher über die Kinder Vorbilder für zu Hause schaffen, was das Thema Umwelt angehe. Der Stadtentwickler will zudem Fußball- und Basketballturniere organisieren. Eines will er und muss er aber nicht: Das Rad neu erfinden, wie er selbst sagt. Dafür funktioniere es einfach zu gut im Viertel, sind sich die Verwaltungsmitarbeiter einig. „Da ist viel Leben“, sagt Wiltrud Ysker und wirbt dafür, dass sich Bürger aus anderen Stadtteilen im Magdeburger Viertel umsehen.

Eric Stellmacher stammt aus Wilhelmshaven. Nach seinem Bachelorstudium in Osnabrück der Politik- und Sozialwissenschaften hat er an der Uni Bremen seinen Master in Stadt- und Regionalentwicklung gemacht.

Danach ging es an die Arbeit in einem sozial-ökologischen Projekt in Bremen zum Thema Integrationsgärten. In seiner Heimatstadt an der Küste kümmerte er sich als Geschäftsführer eines Vereins um Präventionsarbeit, ehe er auf die Stelle in Achim aufmerksam wurde. „Die Pendelei von Wilhelmshaven nach Bremen hat vor allem freitags keinen Spaß gemacht.“

Der passionierte Fußball- und Werder-Bremen-Fan ist über das Kicken hinaus sportaffin. So befasst er sich auch mit Leichtathletik. Außerdem liest er und sieht gerne Filme.

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