Kinder bekommen „Vielleser-Diplome“ verliehen

Sara „verschlingt“ einen Stapel von 14 Büchern

Mehr Lektüre in sechs Wochen Ferien geht kaum: Sara Aran (vorne) hat 14 Bücher gelesen. Stephan Leenen und Inga Schulleri ehrten aber noch weitere Preisträger: (von links) Lea Waldmann, Samira-Marie Adamzik, Finja Dahle sowie Emma und Kian Mander. - Foto: Mix

Achim - Lesen ist das große Hobby von Sara Aran. Einen dicken Stapel Bücher, genau 14 Werke der Kinder- und Jugendliteratur, hat die Elfjährige in den Sommerferien „verschlungen“. Und damit lag sie beim Leseförderprojekt Julius-Club der Achimer Stadtbibliothek ganz vorne.

72 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren, überwiegend Mädchen, hatten bei dieser zehnten Veranstaltung mitgemacht. Viele davon kamen gestern zum Abschlussfest in der Bücherei.

Bibliotheksleiter Dr. Stephan Leenen und Inga Schulleri, die die diesjährigen Club-Aktivitäten organisiert hatte, überreichten Sara Aran das „Vielleser-Diplom“ mit „Goldrand“. Die Siegerin des kleinen Wettbewerbs durfte sich als Anerkennung für ihre besondere Leistung auch noch ein Buch oder ein Spiel ihrer Wahl aus dem Bestand der Bibliothek aussuchen und mit nach Hause nehmen.

Can Leon Tah hat während der Ferien zehn Bücher gelesen. Der 13-jährige Junge fehlte gestern jedoch bei der Feierstunde und ging daher als zweiter Sieger zunächst mal leer aus.

Andere Teilnehmer am Club Julius („Jugend liest und schreibt“), ein Projekt der Büchereizentrale Niedersachsen und der VGH-Stiftung, nahmen die begehrten Vielleser-Diplome gerne entgegen. „Wer mindestens fünf Bücher geschafft hat, bekommt eines“, erklärte Leenen.

Extra ausgezeichnet wurden die Kinder, die mit dem Smartphone ein besonders originelles Selfie von sich beim Lesen gemacht hatten. Dieser neue Wettstreit im „Club“ war eine Idee von Schulleri. Bei der Siegerehrung nannte sie als erstes Lea Waldmann (12), die sich beim Lesen auf einem Pferd fotografiert hatte. Die aus Mitarbeitern der Stadtbibliothek bestehende Jury hielt aber auch die Motive von Semira-Marie Adamzik (11), Finja Dahle (12) sowie der Geschwister Emma (12) und Kian Mander (10) für preiswürdig.

Wenig später schlürften alle Cocktails, die natürlich keinen Alkohol enthielten.. Und auch für ein Buffet, bei dem die Kinder nach Herzenslust zulangen konnten, hatte das Team der Bibliothek gesorgt.

Der eine oder die andere wird sich dabei an besondere Momente des von Schulleri aufgefrischten „Clublebens“ erinnert haben. Etwa an das „Meerjungfrauen-Schwimmen“, bei dem Mädchen – passend geschminkt und mit Flossen an den Füßen – im Freibad für Aufsehen sorgten. Oder an den Schwertkampf in mittelalterlicher Kulisse bei der Realschule. 

mm

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