Sanierungsgebiet nördliche Innenstadt: Konzept bietet Bürgerbeteiligung rundum

Chance, Großes zu bewegen

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Der Lieken-Turm am Bahnhof – für viele Bürger unverzichtbares Wahrzeichen und Erkennungszeichen der Stadt Achim. Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Stadtplaner Frank Schlegelmilch (rechts) geben aber auch zu bedenken, dass Gutachten zur Bausubstanz mit eine Rolle bei der Entscheidung über den Erhalt spielen müssen.

Achim - Die Innenstadt ist von hier problemlos zu Fuß erreichbar, der Bahnhof liegt direkt um die Ecke, und noch dazu gibt es reizvolle Naturlandland zum Erholen und für Radtouren am Rand des bebauten Gebietes Auf dem Wehrfelde.

All diese Standortvorteile hat laut Stadtplaner Frank Schlegelmilch vom Bremer Büro BPW das „Sanierungsgebiet nördliche Innenstadt“.

Hier biete sich auf insgesamt etwa 14 Hektar Fläche beiderseits der Bahnlinie für die nächsten zehn Jahre das letzte große Achimer Entwicklungspotential.

Es geht dabei keineswegs nur um das große Areal der früheren Brotfirma Lieken samt des in den 60er Jahren gebauten, unverwechselbaren Turms. Vielmehr reicht das zu beplanende Gebiet von der Kreuzung beim Hotel Gieschen über die Straße zum Bahnhof hin mit den vielen Geschäfts-Leerständen bis zur genannten Straße Auf dem Wehrfelde mit ihren stilmäßig sehr gemischten Wohnhäusern und den Baulücken weit jenseits des Bahndamms.

Auf sehr vielfältige Weise die Entwicklung voranzubringen, sei eine sehr komlexe Herausforderung, räumte Schlegelmilch gestern bei einem Rundgang durch das Gebiet ein. Mit dabei waren auch Bürgermeister Rainer Ditzfeld sowie die Stadtplanerinnen Angelika Steinbach und Dr. Monika Nadrowska aus der Verwaltung.

Hauseigentümer und Geschäftsleute in dem Gebiet müssten ebenso von Anfang an bei der Sanierungsplanung eingebunden werden wie alle anderen betroffenen Bürger, betonte Frank Schlegelmilch. Nicht lange nach dem Rundgang wurde gleich der Vertrag zwischen der Stadt Achim und dem BPW-Büro zur weiteren Entwicklung des Nutzungs- und Strukturkonzepts unterzeichnet.

Am 31. Mai soll es die öffentliche Auftaktveranstaltung zur Thematik geben. Ein „Bürgerwerkstatt“ und eine „Lenkungsgruppe“ mit Vertretern aus allen Stadtratsfraktionen sind ebenfalls vorgesehen.

4,5 Millionen Euro an Fördermitteln für das gesamte „Nördliche Innenstadt“-Vorhaben seien ja schon bewilligt, hob Angelika Steinbach noch einmal hervor. Bei der Gesamtfinanzierung sei von der üblichen Drittelung zwischen Bund. Land und Stadt auszugehen.

Auch ohne großes „Kaufland“-Center bei Lieken lasse sich das Gebiet gut voranbringen, zeigte sich Ditzfeld überzeugt.

Der Bremer Planer sprach schon mal Punkte wie die einladendere Gestaltung des Abschnitts vom Bahnhof zur Innenstadt an. Über die Art der gewünschten Bebauung freier Flächen Auf dem Wehrfelde müsse ebenso geredet werden wie über den Zustand der Lieken-Gebäude und daraus folgend die Frage Abriss oder Erhalt. Alle existierenden Gutachten zum gesamten Planungsbereich werde sein Büro vor der Auftaktveranstaltung hinzuziehen und auswerten. Bis Ende des Jahres soll die städtebauliche Rahmenplanung stehen. Geachtet werden muss laut Bürgermeister auch darauf, dass neu angesiedelte Läden und Geschäfte in der nördlichen Innenstadt nicht direkt zum Angebot der Fußgängerzone in Konkurrenz treten.

la

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