70er-Jahre Charme verschwindet

Sanierungsarbeiten im Hallenbad Achim beginnen am Montag

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Der Umkleidebereich im Hallenbad an der Bergstraße ist in die Jahre gekommen. Die Bodenfliesen und die Decke werden erneuert, sieht der Plan vor, den Steffen Zorn, Chef der Achimer Bauverwaltung, und Badleiterin Sabine Schulz hier in den Händen halten.

Achim - Im Achimer Hallenbad an der Bergstraße herrscht weiterer Sanierungsbedarf. Aber anders als vor einem Jahr, als die Schwimmstätte wegen erheblicher Fliesenschäden im Schwimmerbecken monatelang schließen musste, werden die Arbeiten diesmal bei laufendem Betrieb vorgenommen. Schon ab kommenden Montag soll der Umkleidebereich ein modernes Erscheinungsbild erhalten.

Und damit der Charme der 70er Jahre, als das Hallenbad gebaut wurde, weitgehend verschwinden. Steffen Zorn, Leiter des Bauressorts in der Stadtverwaltung, und Sabine Schulz, Chefin der Bäder in Achim, informierten gestern in einem Pressegespräch vor Ort über die geplanten Maßnahmen. Zunächst, bis etwa Ende Juni, soll die Jungen- und Herrenumkleide auf Vordermann gebracht werden. Anschließend, in den Monaten Juli und August, sind die Räume für die Mädchen und Damen dran.

Der Zahn der Zeit nagt ohne Rücksicht

Nach mehr als 40 Jahren hat der Zahn der Zeit an der Einrichtung genagt. „Die roten Fliesen auf dem Fußboden im Nassbereich platzen immer mehr ab. Sie werden samt Untergrund rausgerissen, dann kommt frischer Estrich rein, bevor neue verlegt werden“, erläuterte Zorn.

Ein neuer Erste-Hilfe-Raum dicht an den Schwimmbecken ist bereits vor kurzem eingerichtet worden.

Auch optisch wird sich einiges ändern. „Die neuen Fliesen werden anthrazitfarben sein“, berichtete Schulz. Und statt der quietschorangenen Türen zu den Umkleideräumen gibt es dort demnächst lichtgrau gestrichene – „die sehen dann so aus wie die Schränke hier“, zeigt die Betriebsleiterin.

Energetische Sanierung

Getreu dem Vorbild des Sanitärtrakts wird zudem die Decke über den Umkleiden energetisch saniert und aufgehübscht. Anstelle der alten „Funzeln“ werden laut Zorn bald Energiesparlampen den Besuchern Licht spenden. „Und die Alupaneele wird durch eine helle, freundliche Rasterdecke ersetzt.“

Darüber hinaus werden auch Wickelmöglichkeiten für Eltern im Bereich der Umkleiden geschaffen. „Rollstuhlfahrer haben inzwischen über das neu gebaute WC einen barrierefreien Zugang zum Bad“, freut sich Schulz. „Und der Erste-Hilfe-Raum, der dichter an die Becken herangerückt ist, wurde ebenfalls neu eingerichtet“, lässt die Badchefin beim kleinen Rundgang wissen.

Neues Büro in altem Materialraum

Sie selbst bezieht bald ein Stück weiter ein neues Büro. „Der alte Materialraum wird für diesen Zweck umgebaut.“ Für Schulz eine praktische Lösung: „Dann muss ich nicht mehr zwischen dem Rathaus und dem Hallenbad hin und her zwitschen.“

Wenn am Montag die Handwerker anrücken und voraussichtlich bis Ende August im Hause tätig sein werden, müssen alle etwas zusammenrücken und gewisse Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. „Aber niemand“, betont Schulz, „muss in dieser Zeit aufs Schwimmen verzichten“. So werde in der ersten Bauphase für die männlichen Badbesucher ein Teil des Damentrakts als Umkleide zur Verfügung stehen.

Vom 13. Mai bis 2. September geschlossen

„Die Arbeiten werden nicht ohne Staub und Lärm abgehen“, merkt Steffen Zorn an. Allerdings bleibt das Hallenbad während der Freibadsaison vom 13. Mai bis 2. September ohnehin für die Allgemeinheit geschlossen. Außerhalb der Sommerferien sind dort dann lediglich Schulklassen, Vereine und Gruppen zu Gast.

Die Kosten für dieses Sanierungspaket sind nach Angaben von Zorn auf 260 000 Euro veranschlagt. Stadt und Landkreis werden sich diese Summe teilen. Für 2018 ist übrigens die Erneuerung des Flachdachs geplant.

mm

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